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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 639 -
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Seite - 639 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

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BIBLIOTHEK UND ÖFFENTLICHKEIT 639 ganze Zeit zu einem Torso gestalten würde, während doch die Besuche hoher und höchster Persönlichkeiten sich stets mehren u. deren Besichtigung auch für das Publicum in Aussicht steht.“781 Der Glasindustrielle Ludwig Lobmeyr, der Mitglied des Exekutivkomitees für die Weltausstellung war, versuchte am 25. Februar noch einmal brieflich, Zhishman zur Herausgabe von einzelnen Huldigungsadressen zu überre- den.782 Lediglich sechs Stück sollten in Chicago gezeigt werden; Pultkästen für die Ausstellung und verlötete Blechkisten für den Transport wären be- reits angefertigt. Auch hätte man die Erlaubnis erhalten, andere, weit wert- vollere Objekte aus den kaiserlichen Sammlungen in Chicago zu präsentie- ren. Interessant ist, dass Lobmeyr dabei auch den kompetitiven Aspekt der Weltausstellung mit Nachdruck ins Treffen führt: Es sei „von großem Werth, daß wir bei dem bescheidenen Umfange, in dem wir uns an dem großen Wettkampfe betheiligen können, das Allerbeste, was wir leisten, vorführen, dies müssen wir mit allem Eifer erstreben, denn nur unter solchen Zeichen können wir siegen.“ Die Huldigungsadressen aber, mit ihren prachtvollen Einbänden, wären Ausstellungsstücke, „mit welchen wir allüberall überwäl- tigend Staat machen können“. Und schließlich: „auch aus anderem Besitze sind in Anbetracht des patriotischen Zweckes Kunstgegenstände ausgefolgt worden, die wirklich unersetzlich wären.“783 Zhishman wollte all diesem Drängen nicht nachgeben und entschlug sich der Rechtfertigung mit der An- gabe, dass mit der eingeholten kaiserlichen Entschließung „diese Angelegen- heit bereits endgiltig entschieden ist und ich für deren Rückgängigmachung ein Mittel anzugeben nicht vermöchte.“784 2.1.2 Die Ausstellung im Augustinergang 1893–94 In der zuletzt geschilderten Debatte um Leihgaben für die Weltausstellung in Chicago klang bereits an, dass man in der Fideikommissbibliothek zu Beginn des Jahres 1893 damit beschäftigt war, eine Ausstellung der Huldi- gungsadressen in den eigenen Räumlichkeiten einzurichten. Dies hatte sich seit längerem abgezeichnet und war eine Folge des intensiven und kontinu- ierlichen öffentlichen Interesses an diesen Objekten. Ursprünglich als Dau- erausstellung geplant, sollten die allgemein zugänglichen Schauräume mit 781 FKBA34012, fol. 5r. 782 Ebenda, fol. 9r–10r. 783 Ebenda, fol. 9v u. 10r. 784 Ebenda, fol. 11r. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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