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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 671 -
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Seite - 671 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

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BIBLIOTHEK UND ÖFFENTLICHKEIT 671 2. Sept. 1686 eingenommen worden ist“, an. Béla von Majláth, Direktor der Széchényi Landesbibliothek und Koordinator der historischen Ausstellung, nahm diese Ergänzungen dankend an.870 Die Fideikommissbibliothek war also mit einer Auswahl an Porträtgra- fiken zu den Protagonisten der Rückeroberung von Ofen bei der Gedenk- schau in Budapest vertreten. Das veranlasste Alois Karpf, der seit den frü- hen 1880er Jahr begonnen hatte, sich für Porträtforschung zu interessieren (vgl. Abschnitt 2.3.1), bei der sich bietenden Gelegenheit Anstrengungen zu machen, um sich auf diesem Gebiet zu profilieren. Wie aus einem Schrei- ben Majláths vom 22. April 1886 hervorgeht, hatte er sich bereit erklärt, im Katalog der Ausstellung „die Nummern der Portraite-Stiche, bezüglich der Werke, in welchen dieselben erschienen sind, und bezüglich der Künst- ler, die dieselben gestochen haben, mit wissenschaftlichen Daten zu be- reichern.“871 Am 20. Mai bat Majláth Becker, die Leihgaben im Laufe der kommenden Woche nach Budapest zu senden, damit Anfang Juni mit der Aufstellung begonnen werden könnte – „um ja nicht die festgesetzte Eröff- nung der Ausstellung zu verursachen [verzögern]“, wie er sich ausdrückte.872 Das Übergabeverzeichnis ist allerdings erst mit dem 8. Juni datiert. Am 11. Juni übersandte Karpf dann auf Wunsch Majláhts und mit „Gutheißung“ Beckers ein mit Anmerkungen zu den Metadaten der auszustellenden Grafi- ken versehenes Verzeichnis nach Budapest.873 Die Mission Karpfs war damit aber noch nicht beendet. Seit 11. August 1886 hielt er sich in Budapest auf, um die Ausstellung persönlich zu begut- achten.874 Am 15. August wohnte er der feierlichen Eröffnung bei. Wie aus zwei Briefen hervorgeht, die Wenzel Schaffer an seinen Kollegen Karpf am 14. und 18. August in die ungarische Hauptstadt sandte, geschah dies alles im Auftrag Beckers, damit er über die Ausstellung Bericht erstatten konnte. Die beiden Briefe liegen dem Akt bei, und das kann eigentlich nur deshalb so sein, weil sie von Karpf später in diesen eingefügt wurden.875 Ein paar für Karpf bedeutsame Stellen wurden darin mit Rotstift unterstrichen. So hatten etwa die Kollegen in der Fideikommissbibliothek im Vorwort des Ausstellungskataloges vergeblich nach „einer auf Ihre viele Arbeit in der Sache bezüglichen Bemerkung“ gesucht und beteuert: „Hoffentlich werden Ihnen die Herren ritterlichen Ungarn unten in anderer Weise Satisfaction 870 FKBA31070, fol. 2v, 4r u. 14r. 871 FKBA31070, fol. 29r. 872 FKBA31070, fol. 30r. 873 FKBA31070, fol. 34r. 874 FKBA31070, fol. 11r. 875 FKBA31070, fol. 77–82. Es handelt sich nicht um Konzepte, sondern um die abgesandten Schreiben, an die auch die Kuverts angeklebt sind. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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