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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 678 -
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Seite - 678 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

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KAISERLICHES INSTITUT UND ERINNERUNGSRAUM678 direktion um Erwirkung der „allerh. Genehmigung Seiner Majestät für die leihweise Herausgabe dieser Gegenstände“.905 Am 31. August veröffent- lichte er unter dem Titel „Im Reiche der Fische“ einen Artikel in der „Wie- ner Abendpost“, in dem die Beteiligung der Fideikommissbibliothek an der Fischerei-Ausstellung bekannt gegeben ist und die Leihgaben beschrieben werden.906 Aus diesem geht auch hervor, dass die in den Vitrinen aufliegen- den Objekte bereits jetzt im Augustinergang besichtigt werden konnten. Der Aufsatz wurde von Karpf sowohl an die Generaldirektion als auch an das Ausstellungskomitee weitergeleitet. Am 4. September wurden die Leihgaben in die Ausstellungsgebäude transferiert, wo die Fideikommissbibliothek mit ihren Vitrinen eine eigene Abteilung erhielt.907 Bei der Ausstellungseröff- nung am folgenden Tag hatte Karpf Gelegenheit den Thronfolger durch die Schau der Fideikommissbibliothek zu führen;908 am 21. September empfing er dort den Kaiser, der sich „lobend über die übersichtliche Zusammenstel- lung und die Reichhaltigkeit dieser Abtheilung“ aussprach.909 In den Jahren 1903–1906 war die Fideikommissbibliothek auch bei den alljährlich im Prater stattfindenden Pferde-Ausstellungen jeweils mit ei- ner eigenen Sonderschau präsent. Dabei hatte die Sammlung bereits 1902 Exponate und Vitrinen für diese Veranstaltung zur Verfügung gestellt. Der Leihverkehr lief in diesem Jahr aber noch ganz konventionell ab und nichts spricht dafür, dass Karpf die Auswahl und das Arrangement der Objekte selbst besorgt hätte.910 Anders verhielt es sich ein Jahr später. Anlässlich der 1903 veranstalte- ten XXIII. Wiener Pferde-Ausstellung sollte nämlich die Entwicklung der Reitkunst anhand von einschlägigen Bild- und Schriftquellen dokumentiert werden, was als Rechercheauftrag vermutlich die Kompetenz der Veran- stalter überstieg. Die Objektauswahl wurde jedenfalls von Karpf persönlich zusammengestellt, und das wurde ebenso wie der Umstand, dass die Ex- ponate aus der Fideikommissbibliothek stammten, in den Presseberichten 905 FKBA36096, fol. 4r. 906 Wiener Abendpost, Nr. 200 v. 31.08.1901, 6. Ein Exemplar der ausgeschnittenen Seite liegt unter FKBA36148, fol. 28. 907 FKBA36148, fol. 17r. 908 Neue Freie Presse, Nr. 13664 v. 07.09.1902, 10. 909 Das Vaterland, Nr. 260 v. 21.09.1902, 4. 910 FKBA36133. Der Akt enthält den Leihantrag für „die in dem beiliegenden Verzeichnisse angeführten Werke“ (fol. 2r), den Bericht Karpfs an die Generaldirektion, die Bewilligung und die Verständigung der Antragsteller durch Karpf. Auch in Zeitungsartikeln über die Ausstellung konnte nichts über eine Sonderschau der Fideikommissbibliothek in Erfah- rung gebracht werden. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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