Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geschichte
Chroniken
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 679 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 679 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

Bild der Seite - 679 -

Bild der Seite - 679 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

Text der Seite - 679 -

BIBLIOTHEK UND ÖFFENTLICHKEIT 679 auch mitgeteilt.911 Es ist in diesem Zusammenhang nicht uninteressant, dass zuvor Dominik Graf Hardegg, der Präsident der Sektion für Pferdezucht der k. k. Landwirtschaftsgesellschaft, die die Ausstellung veranstaltete, in seinem Ansuchen an den Bibliotheksleiter auf „das überaus rege Interesse, welches die erwähnte Ausstellung der K. u. k. Familien-Fideikommiss-Bib- liothek in den Fachkreisen erwecken würde“, hingewiesen hatte.912 Dieses Interesse dürfte tatsächlich noch breiter als erwartet ausgefallen sein, und mit Bezug auf diesen Erfolg bat Hardegg Karpf auch im kommenden Jahr um Mithilfe. Diesmal sollten „Werke und Abbildungen über Turniere, Car- roussels und Reiterfeste zur Ausstellung“ gebracht werden und die Fidei- kommissbibliothek erhielt dafür auch einen eigenen Pavillon zur Verfügung gestellt.913 In den Pferde-Ausstellungen der Jahre 1905 und 1906 waren Rei- terbildnisse von Mitgliedern der verschiedenen Zweige der Familie Habs- burg zu sehen. In den diesbezüglichen Zeitungsartikeln wird dazu stets ver- merkt, dass es sich um Spezialausstellungen der Fideikommissbibliothek handelte und dass die Objektauswahl und das Arrangement durch Alois Karpf besorgt worden war. Man liest darin auch, dass die Exponate der Öf- fentlichkeit sonst nicht zugänglich wären.914 Karpf hatte, um Lücken im Be- stand zu füllen, anlässlich der Ausstellung 1905 eine Reihe von grafischen Reiterbildnissen bei Wiener Kunsthändlern angekauft.915 Die Exposition von 1906 zeigte die entsprechenden Darstellungen der Vertreter der spanischen Linie des Hauses Habsburg, die ein Jahr zuvor „wegen Raummangels unbe- rücksichtigt bleiben“ mussten.916 Mit der Pensionierung von Alois Karpf im Sommer 1906 endete das Engagement der Fideikommissbibliothek bei den Pferde-Ausstellungen anscheinend abrupt; jedenfalls ist zu weiteren Beteili- gungen aus Akten und Medien nichts mehr zu erfahren. Gewissermaßen End- und Höhepunkt der Ausstellungstätigkeit der Fidei- kommissbibliothek unter der Leitung von Alois Karpf war schließlich die Beteiligung an einer Ausstellung zur Geschichte der Botanik im Rahmen des zweiten internationalen botanischen Kongresses in Wien 1905. Eine entsprechende Anfrage war bereits am 27. Jänner 1903 bei der Generaldi- rektion der k. u. k. Privat- und Familienfonde eingegangen. Karpf äußerte 911 Vgl. FKBA36187, fol. 7r und 8r, sowie Sport & Salon. Illustrierte Zeitschrift für die vor- nehme Welt, 6. Jahrgang, Nr. 20 v. 16.05.1903, 15. 912 FKBA36187, fol. 2v. 913 FKBA37034, fol. 2r. 914 Siehe beispielsweise: Neue Freie Presse, Nr. 14.253 v. 30.04.1904, 10; Wiener Salonblatt, 36. Jg., Nr. 21 v. 20.05.1905, 9; Sport & Salon, 9. Jg., Nr. 16 v. 21.04.1906, 16. 915 FKBA37091, FKBA37092. 916 FKBA37092, fol. 7r. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
zurück zum  Buch Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung"
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918