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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
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BIBLIOTHEK UND ÖFFENTLICHKEIT 691 ternationale Jagdausstellung Wien 1910“ erscheinen, auf das die Fideikom- missbibliothek auf Anordnung der Generaldirektion subskribierte.961 Eine letzte Gelegenheit, sich als Sammlung im Rahmen einer Ausstellung zu präsentieren, hatte die Fideikommissbibliothek bei der großen internationa- len Ausstellung für „Grafik und Buchgewerbe“ (der sogenannten „Bugra“), die von Mai bis Oktober 1914 in Leipzig veranstaltet wurde. Diese Beteili- gung ist aus mehreren Gründen bemerkenswert: Sie war die erste Sonder- schau der Bibliothek außerhalb der Monarchie; gleichzeitig positionierte sie die Fideikommissbibliothek erstmals gemäß jener Bedeutungszuschreibung, die ihr seit der Jahrhundertwende programmatisch unterlegt worden war, nämlich als Habsburgersammlung. Auch die Gründe und Anstöße dafür, wie es dazu kam, sind sehr aufschlussreich. Leider sind im Aktenbestand zu einigen interessanten Anfragen keine Antwortkonzepte oder Notizen von Franz Schnürer enthalten, sodass wenig über dessen persönliches Engage- ment in dieser Angelegenheit ausgesagt werden kann. Der eigentliche Anstoß zu einer Präsentation der Fideikommissbibliothek als Habsburgersammlung ging vom deutschen Bibliophilen Gustav Adolf Erich Bogeng (1881–1960) aus. Dieser war im Rahmen der „Bugra“ im Ar- beitsausschuss der Abteilung „Bibliophilie“ tätig, in der „auch eine beson- dere Collection von Büchern aus Hohenzollernbesitz gezeigt werden [sollte], um Friedrich den Großen, der so viele Eigenschaften des Bibliophilen hatte und bewies, als repräsentativen Mittelpunkt angeordnet.“ Mit Bezug darauf wandte sich Bogeng am 23. Juni 1913 mit folgendem Vorschlag an Schnürer: „Eine sehr glückliche Ergänzung und Abrundung für einen besonderen Eh- renraum unserer Gruppe würde eine Habsburg Collection sein. Sie haben mir oft in liebenswürdiger Weise die Ergebnisse Ihrer schönen, Kaiser Franz I. gewidmeten Sammeltätigkeit gezeigt und damit in mir die sehr lebhafte Hoff- nung erregt, daß es vielleicht möglich sein würde ihn in den Mittelpunkt einer ähnlichen unter Beteiligung der k. u. k. Fideikommissbibliothek veranstalte- ten Habsburg Collection zu stellen. […] Daß unsere Gruppe […] es sich zur be- sonderen Ehre und Freude rechnen würde, wenn Sie selbst […] die Anordnung und Leitung dieser Collection übernehmen würden, brauche ich Ihnen ja nicht ausdrücklich zu versichern.“962 Bogeng muss also die Fideikommissbibliothek bereits zu einem früheren Zeitpunkt durch die Vermittlung Schnürers persönlich kennengelernt ha- 961 FKBA39028. 962 FKBA42012, fol. 1r–v. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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