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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 782 -
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Seite - 782 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

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KAISERLICHES INSTITUT UND ERINNERUNGSRAUM782 sie „vor 2 Jahren die Statthalter Portraits im Sitzungssaal der k. k. Statthal- terei“ geschaffen hatte.1298 Rund zwanzig Jahre später gab es noch einmal ein ganz ähnliches Pro- jekt. Diesmal bat der Statthalter der Steiermark, Manfred Graf von Clary und Aldringen, um Porträtvorlagen, weil er vorhatte, „den in der k. k. Burg [in Graz] befindlichen Sitzungssaal des Statthaltereipräsidiums […] mit den Bildnissen sämtlicher innerösterreichsicher bzw. steirischer Gouverneurs und Statthalter zu schmücken.“ Für Recherchen in der Fideikommissbib- liothek war der Archivar Viktor Thiel auserkoren, der diese Arbeit mit Un- terstützung der Bibliotheksbeamten auch zwischen Ende März und Anfang Juni 1913 durchführte. Mehr ist über diese Unternehmung nicht bekannt. Thiel selbst erwähnt in seiner Monographie der landesfürstlichen Burg in Graz lediglich, dass es unter Clary 1912 Pläne für einen Neubau des Amts- hauses der Statthalterei und danach Umbauten der bestehenden Trakte gab.1299 Der Plan einer Galerie der Statthalter der Steiermark wird nicht er- wähnt, seine Verwirklichung wurde aller Wahrscheinlichkeit nach auch nie in Angriff genommen. Nach Graz führt auch ein letztes Fallbeispiel einer Porträtgalerie, deren Realisierung aber gleichfalls anscheinend nicht zustande kam. Es handelte sich um eine private Unternehmung: Im Jänner 1893 bat Heinrich Graf von Attems-Petzenstein (1834–1909) Bibliotheksdirektor Zhishman darum, Nachforschungen in der Porträtsammlung anstellen zu lassen, weil er Vorla- gen für eine Ahnengalerie seiner Familie benötigte, die er als Intarsienbilder in seiner Bibliothek anbringen lassen wollte. Dabei ging es ihm weniger um die Bildnisse der darzustellenden Personen als um „Costume gleichzeitiger Cavaliere“, die er für die Anfertigung der ganzfigurigen Darstellungen zu- sätzlich benötigte. Nach einschlägigen Vorlagen aus der Porträtsammlung sollten zunächst Skizzen angefertigt werden, die anschließend für die Her- stellung der Intarsien Verwendung finden sollten.1300 Ob Attems außerdem Porträts bestimmter Personen benötigte, geht aus seinem Schreiben nicht eindeutig hervor; eine Liste mit Vertretern der Familie mit biografischen An- gaben liegt jedenfalls bei.1301 Zhishman antwortete darauf lapidar, dass „der Benützung der kais. Porträtsammlung durch einen von Euer Hochgeboren mit der Forschung betrauten Fachmann nichts im Wege“ stünde, und emp- fahl zusätzlich, für Kostümstudien die Bibliothek des Museums für Kunst 1298 FKBA35016. 1299 Thiel, landesfürstliche Burg, 70. 1300 FKBA34009, fol. 1v (Zitat) u. 2r. 1301 FKBA34009, fol. 3–6. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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