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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 887 -
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GENESE EINER HABSBURG-LOTHRINGISCHEN FAMILIENSAMMLUNG 887 eine Auswahl der kostbarsten und künstlerisch hervorragendsten Adressen, Widmungen u. Ähnliches“. Interessant ist die Idee, dass „in einem eigenen Kasten stets eine Auswahl der neuesten von Sr. Majestät der Annahme A. g. gewürdigten literar. Werke […] ausgelegt werden könnte“.1692 Der Franz- Joseph- Saal ist somit der einzige Bereich des geplanten Museums, für den bereits konkrete Objektklassen als Ausstellungsgenstände angeführt wer- den. Dass dabei die Huldigungsadressen zur Sprache kommen, war ange- sichts der früher gemachten Beobachtungen zu erwarten (vgl. Abschnitt 2.1.1 und Abschnitt 2.1.2). Im anschließenden Saal des Burggartenflügels sollte die „Bibliothek habsburgica“1693 aufgestellt werden und die nachfolgen- den Räume waren für die Porträt- und Kunstsammlung sowie für die Büros der Beamten vorgesehen. Die „großen Büchermassen“ hingegen sollten in den „Souterrainlocalitäten“ gelagert werden. Offensichtlich handelt es sich um kein besonders ausgegorenes Ausstel- lungskonzept: Sehr selektiv sind hier ein chronologischer Plan und ein paar zentrale inhaltliche Aspekte hervorgehoben. Bei einigen finden sich Blei- stift anmerkungen, die verschiedene assoziative Bezüge herstellen. Im Fall des Wiener Kongresses wird auf die Ausstellung von 1896 verwiesen und auch bei den Huldigungsadressen ist das Wort „Ausstellung“ eingefügt, wahrscheinlich, um deren öffentliche Präsentation in den Sammlungsräu- men in den Jahren 1893/94 in Erinnerung zu rufen. Bezüglich der geplan- ten Ahnengalerie wird auf eine Stelle in einem französischen Reisebericht über Wien hingewiesen, wo beispielhaft die Mengen der Bildnisse angege- ben sind, die damals zu diversen Herrschern (Leopold I., Ludwig XIV., Jo- seph II., Maria Theresia, Franz Joseph) in der Porträtsammlung vorhanden waren.1694 Ein ähnlicher Literaturverweis findet sich in Bezug auf die „Bi- bliothek habsburgica“. Er bezieht sich auf die Einleitung zum ersten Band von Wolfgrubers Biografie Franz’ II./I., wo der Autor aber nur Alois Karpf für das Entgegenkommen dankt, „mich des von ihm [Karpf] angelegten biblio- graphischen Apparates zur Geschichte der Allerhöchsten Familie und für die Porträtsammlung als Hilfen für meine Arbeit zu bedienen“.1695 Das geplante Habsburgermuseum hätte, verglichen mit dem Hohenzol- lernmuseum, über eine weitaus geringere Zahl an Ausstellungsräumen ver- fügt, die bedeutend weniger Mitgliedern des Herrschergeschlechts gewidmet waren. Abgesehen von diesem quantitativen Unterschied besteht jedoch zwi- schen den beiden Konzeptionen eine deutliche Parallele darin, dass den „für 1692 Alle Zitate FKBA36075, fol. 4v–5r. 1693 FKBA36075, fol. 5r. 1694 Robert, Vienne, 123f. 1695 Wolfsgruber, Franz I., Bd. 1, VII. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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