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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 954 -
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Seite - 954 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

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DIE FIDEIKOMMISSBIBLIOTHEK 1914–1919954 ren Hofstellen oder Firmen, die Botengänge ausführten, aber auch Wächter und Hofpersonal, das außerhalb der Bibliothek für die Reinigung zuständig war.128 In den Kriegs- und Nachkriegsjahren ist die Beheizung der Räumlichkei- ten in der Fideikommissbibliothek ein Thema, das in den Akten wiederholt angesprochen wird und das während der Wintermonate auch Konsequenzen für die Arbeit in der Fideikommissbibliothek hatte. Dabei ist zu bedenken, dass am Standort im Corps de logis lediglich in der Fideikommissbibliothek ein geregelter Betrieb aufrechterhalten wurde, der das Beheizen der Räume in den Wintermonaten erforderlich machte. Das erhellt sich aus einem Akt über ein 1915 gestelltes Ansuchen, das Gebäude auch außerhalb der Amts- stunden betreten zu dürfen.129 Die Fideikommissbibliothek verfügte seit der Errichtung des Corps de logis über eine Zentralheizung. Hingegen waren die Räumlichkeiten der Hofbibliothek im Winter des Jahres 1915/16 not- dürftig beheizt worden, da kaum Brennmaterial vorhanden war.130 Für die- sen Zustand konnte auch in den folgenden Wintern keine Abhilfe geschaf- fen werden und im Winter 1917/18 musste man erneut um Beheizung der Räumlichkeiten in der Fideikommissbibliothek ansuchen.131 In der Univer- sitätsbibliothek Wien führte das an allen Ecken und Enden fehlende Brenn- material zur Verkürzung der Öffnungszeiten in den Wintermonaten, bzw. zur neuerlichen Sperre des Lesesaals im Winter 1918/1919.132 1917 erließ das Ministerium für öffentliche Arbeiten die Vorschrift zur „rationellen Beheizung“ von staatlichen Institutionen. Die Situation in den Wintermonaten verschlechterte sich unmittelbar nach Kriegsende im De- zember 1918. Hanny Brentano hält in einem Brief an Franz Schnürer fest: „Ich […] gehe nur zum Essen in die Biblio[thek], wo wir alle (Beamte, Diener etc.) in einem Zimmer sitzen sollen, denn das kleine Zimmer ist uns nicht gegeben. Ich werde also sehr bald um „Urlaub“ bitten, denn ein solches Zigeu- nerlager ist doch unerträglich und unsinnig! Und von einer Arbeit für die Bib- liothek oder für sich selber kann da ja keine Rede sein. Na vielleicht entschlie- ßen sich unsere Herren Regenten doch noch, den Tschechen Deutschböhmen auszuliefern, – dann werden die Kohlen „von selber“ anrollen.“133 128 Vgl. für das bibliotheksinterne Personal FKBA32083, vgl. für das bibliotheksexterne Perso- nal FKBA31087. 129 Wien, ÖStA, HHStA, GdPFF J.R., Rubr. 5 Fideikommissbibliothek 540, 1/1915, fol. 1v. 130 Mauthe, Weltkrieg, 72–73. 131 Wien, ÖStA, HHStA, GdPFF J.R., Rubr. 5 Fideikommissbibliothek 541, 3198/1918, fol. 1v. 132 Pongratz, Universitätsbibliothek, 123. 133 Wien, ÖNB, BAG, EZ 3040, Nachlass Franz Schnürer, Box 26, Korrespondenz von Hanny Brentano, Wien, 07.12.[1918], fol. 1r. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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