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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 958 -
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DIE FIDEIKOMMISSBIBLIOTHEK 1914–1919958 in Bezug auf den habsburg-lothringischen Fideikommiss bevollmächtigt. In Bezug auf die Fideikommissbibliothek war Stritzl von Artstatt zum ersten Mal in Erscheinung getreten, als die Münzen- und Medaillensammlung 1917 als „unteilbares Nachlassvermögen weiland des Kaisers Franz“ zur wissen- schaftlichen Verwendung an die Kunstsammlungen des allerhöchsten Erz- hauses abgegeben wurde.149 Es ist bemerkenswert, dass bei der „Durchführung der Fideikommissab- handlungen über die Sammlungen Meines Hauses“150 sowohl die Fideikom- missbibliothek, als auch die Hofbibliothek angesprochen werden. Im Falle der Hofbibliothek wirkte sich diese Vorgehensweise äußerst nachteilig auf die Friedensverhandlungen aus, da die für die Verlassenschaftsabhandlung notwendige Frage nicht beantwortet werden konnte, ob es sich bei den Be- ständen der Hofbibliothek um staatliches oder fideikommissarisches Eigen- tum handelte. Die Hofbibliothek wurde, wie später zu sehen sein wird, der zweiteren Vermögensgruppe zugeordnet. Für die Fideikommissbibliothek war das letzte Zuwachsverzeichnis zur Hauptinventur für das Jahr 1916 angefertigt worden. Für 1917 und 1918 fehlten die Zuwachsverzeichnisse zur Gänze.151 Trotz dieser ausständigen Arbeiten wurde die Einantwortung der Verlassenschaft durch Beschluss des Obersthofmarschallamts vom 2. Oktober 1918 wirksam.152 Daraus resultierend gab man Rechtsanwalt Stritzl von Artstatt eine Frist bis zum 1. Jänner 1921 und nahm die Direktion der Fideikommissbibliothek in die Pflicht, die „Reorganisationsarbeiten der Bibliothek tunlichst zu be- schleunigen“ um in weiterer Folge die Zuwächse zu inventarisieren153 und den Rechtsanwalt von der abgeschlossenen Inventur in Kenntnis zu setzen. 1.2.3 Zum Kassensystem der Herrscherfamilie und zur Finanzierung der Bibliotheksausgaben Bis zum Tod von Kaiser Franz Joseph waren die Auslagen der Fideikom- missbibliothek aus den Geldern der sogenannten Fideikommisskasse be- glichen worden, deren Speisung aus den Erträgen des Falkenstein’schen 149 Wien, ÖStA, HHStA, GdPFF J.R., Rubr. 5 Fideikommissbibliothek 540, 2413/1917, fol. 1r. Das dazu erforderliche Rechtsinstrument war sehr umfangreich, da alle Familienmitglie- der ihre Einwilligung erteilen mussten. 150 Wien, ÖStA, HHStA, GdPFF J.R., Rubr. 5 Fideikommissbibliothek 541, 3198/1918, 5r. 151 Wien, ÖStA, HHStA, HausA, Inventare der Fideikommissbibliothek 114. 152 Wien, ÖStA, HHStA, GdPFF J.R., Rubr. 5 Fideikommissbibliothek 541, 3198/1918, fol. 6r, Abschrift des Beschlusses vom Obersthofmarschallamt zur Einantwortung des Primogeni- turfideikommisses „Fideikommissbibliothek“. 153 Wien, ÖStA, HHStA, GdPFF J.R., Rubr. 5 Fideikommissbibliothek 541, 3198/1918, fol. 4r. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918