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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 977 -
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Seite - 977 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

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DIE „K. U. K. FAMILIEN-FIDEIKOMMISSBIBLIOTHEK“ IM ERSTEN WELTKRIEG 977 „wohl derartigen Ansuchen gegenüber ablehnend verhalten [würde], da die FKB – ihrem Wesen nach eine Institution von mehr privatem, nichtöffentli- chem Charakter – nicht geeignet erscheint, anderen, als direkt mit dem Aller- höchsten Kaiserhaus in wenigstens ideeller Verbindung zu bringende Agen- den zu den ihren zu machen.“ Für Schnürer sind es die Verdienste um das Kaiserhaus, mit denen Helfert sich als Staatsbeamter, Historiker und Politiker würdig erwies, den Vorlass, der lediglich die Hälfte eines Bücherkastens ausfülle, in der Fideikommiss- bibliothek zu verwahren. Schnürer unterstreicht dabei, dass sich keinerlei zusätzliche Kosten ergeben und dass die Möglichkeit bestehe, dass einer der Erben den Nachlass in seinen Besitz übernehmen werde. Er schließt mit der folgenden Bekräftigung: „Es ist an und für sich kein Novum, daß memoirenartige Aufzeichnungen, Ta- gebücher, Briefwechsel […] hervorragender Männer von Bibliotheken ins De- posit übernommen werden (so wurde z. B. Grillparzers Nachlaß unter ähnli- chen Modalitäten in der Wiener Stadtbibliothek hinterlegt), und der Gedanke ist gar nicht allzu ferne liegend, daß ein so loyaler und kaisertreuer Patriot wie es Freiherr von Helfert zeitlebens war und ist, eine Beruhigung in dem Ge- danken findet, dass seine gesammelten Papiere und Aufzeichnungen, die sich zum großen Teile gewiß auf die Geschichte des Allerhöchsten Kaiserhauses beziehen, nach seinem Tode eben unter den literarischen Beständen des Aller- höchsten Familien-Fideikommisses einen Platz finden, der sich der Gefahr des Verzetteltwerdens und des möglichen Mißbrauches entrückt.“237 Nach der vorläufigen Bewilligung des Ansuchens durch die Generaldirektion wurde des Weiteren festgehalten, dass der Zugang nur über zwei Schlüssel möglich sei, wobei einer in die Verwahrung des Bibliotheksvorstehers und der andere an den Eigentümer oder einen bevollmächtigten Vertreter über- gehe, damit der Kasten nur in Gegenwart beider Personen geöffnet werden könne.238 Vor einer endgültigen Bewilligung bestand die Generaldirektion mehrfach auf detaillierte Anweisungen darüber, wie nach dem Tod Helferts mit dem Nachlass zu verfahren sei.239 Im notariell beglaubigten Vertrag wurde schließlich festgehalten, dass der Schlüssel der Fideikommissbiblio- thek bei der Generaldirektion zu verwahren sei. 237 FKBA37206, fol. 7r. 238 FKBA37206, fol. 8r. 239 FKBA37206, fol. 16r, 23r. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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