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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 990 -
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DIE FIDEIKOMMISSBIBLIOTHEK 1914–1919990 mehr. Nicht nur dies, es wurde zusätzlich festgehalten, der Fideikommiss- bibliothek „auch die in den kaiserlichen Schlössern Laxenburg, Hetzendorf, Baden, Schönbrunn sowie in der Wiener Hofburg erliegenden Objekte ähn- licher Kategorie denselben Zwecken, nach den gleichen Gesichtspunkten geschieden zuzuführen“.291 Hier sind eindeutig die Gedanken Schnürers zu erkennen, der die Idee eines Habsburgermuseums noch nicht aufgege- ben hatte und der mögliche Sammlungsobjekte aus den weit verstreuten Habsburgerresidenzen in die Fideikommissbibliothek transferieren wollte, obwohl eigentlich die Hofbibliothek mit der Dokumentation des Weltkriegs betraut war. Im Oktober 1917 wurden die betreffenden Gegenstände von Schloss Wartholz schließlich in drei Kisten in die Fideikommissbibliothek überführt. Noch im August 1918 gelangten Gemälde, Stiche und Miniaturen in die Fideikommissbibliothek.292 Da man zu diesem Zeitpunkt bereits von einem baldigen Kriegsende ausging, mag dieser Überführung auch ein an- deres Motiv zugrunde liegen, nämlich die Zusammenführung der familiären Kunst- und Sammlungsobjekte. Um thematische Überschneidungen der Kriegssammlungen zu vermei- den, setzte man sich mit der Hofbibliothek bzw. der vorgesetzten Stelle, dem Oberstkämmereramt, bezüglich der weiteren Vorgangsweise ins Einverneh- men. Das Oberstkämmereramt gab Folgendes bekannt: „Die Familienfideikommissbibliothek erhält von hier aus wie bisher alles per sönlich auf Seiner Majestät und das Allerhöchste Herrscherhaus Bezug- habende, sowie jenes Materiale, welches geeignet ist, zur Illustrierung der Bio- graphie der Herrscher aus dem Ende des XVIII. und aus dem XIX. Jahrhun- dert beizutragen. Die aus Anlass des gegenwärtigen Krieges erfolgenden Einsendungen jedoch, denen die angedeutete, rein persönliche Beziehung abgesehen vom Dedikationszwecke mangelt, wären auch weiterhin an die seit Kriegs beginn in der Hofbibliothek angelegte, umfassende Sammlung von Kriegsliteratur und Kriegsmusik abzugeben.“293 Obwohl diese Sammlungsrichtlinien für die weitere Handhabung in den Kriegsjahren helfen konnte, handelte es sich dennoch um zwei Sammlungen ähnlichen Charakters. Im Gegensatz zur Hofbibliothek gab es von der Fidei- kommissbibliothek anscheinend keinen offiziellen Aufruf zur Einsendung von Erinnerungsdokumenten für die Sammlung Kaiser und König Karls im 291 Ebendort, 3v. 292 FKBA46033. 293 Wien, ÖNB, HAD, Hausarchiv 459/1917. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918