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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 995 -
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DIE „K. U. K. FAMILIEN-FIDEIKOMMISSBIBLIOTHEK“ IM ERSTEN WELTKRIEG 995 bestätigt einmal mehr, dass ebenso wie Franz Joseph auch Karl gegen- über der Fideikommissbibliothek keine herausragende Eigeninitiative zeigte, sondern dass diese vielmehr von der Fideikommissbibliothek selbst ausging. Da nach der Über- siedelung in die neuen Räumlich- keiten der Hofburg jeweils einer der Bibliotheksräume nach den Kaisern Franz II./I., Ferdinand I. und Franz Joseph I. benannt worden war319 und in diesen Sälen auch die Büsten der Namensgeber aufgestellt waren,320 fehlte nur noch jene Kaiser Franz Josephs. Schnürer hatte sogar einen expliziten Vorschlag für einen geeig- neten Künstler gemacht: Der Bild- hauer Angelo Buzzi-Quattrini321 hatte bereits einige Jahre zuvor eine Büste des Kaisers angefertigt, die dem Kaiser als Geschenk des kaiserlichen Rates Max Gerstle „für die Habsburg im Kanton Aargau gewidmet“ worden war.322 Doch der Stammsitz der Habsburger war bekanntlich seit 1415 nicht mehr im Besitz des Hauses Habsburg und es handelt sich hierbei wohl um eine verklärte Erinnerung Max Gerstles an die Ursprünge der Herrscherfamilie. Von dieser Büste wurde 1916 eine Fotografie angefertigt, die sich als Post- karte mit dem Titel „Büste S. M. Kaiser Franz Josefs I. im Stammschloße der Habsburger (Argau, Schweiz)“ erhalten hat.323 Heute ist diese Statue in der Festsaalstiege der Hofburg aufgestellt. 324 Diese Büste dürfte auf Schnürer einen außerordentlich guten Eindruck gemacht haben, weshalb er die Anfertigung einer neuen Büste bei Buzzi- Quattrini in Auftrag geben wollte, um sie im Franz-Joseph-Saal aufstellen zu lassen. Schnürer schlug vor, die Zahlung der veranschlagten Kosten von 319 Zur Namensgebung der Bibliotheksräume vergleiche den Abschnitt 1.5 Dritte Übersied- lung (1908) von Rainer Valenta. 320 Zur Aufstellung der Büste von Bibliotheksbegründer Franz II. (I.) vergleiche den Abschnitt 3.5 zur Errichtung der Fideikommissurkunde (1842) von Thomas Huber-Frischeis. 321 Czeike 1 (1992) 531. Schmidt, Künstlerlexikon, 50. 322 FKBA46010, fol. 2r. 323 Wien, ÖNB, BAG, Pf 19000 E 426. 324 Wagner-Rieger, Ringstraße, 275; Dehio Wien, 463; Die Büste wird im Hofburgband von Werner Telesko nicht erwähnt, vgl. Telesko, Hofburg. Abb. 9: Büste Franz Josephs I, Postkarte aus dem Jahr 1916 Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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