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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 1017 -
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„KEIN RAUM MEHR FÜR IRGENDEINE MONARCHISCHE GEWALT“ 1017 und der Tschechoslowakei nach Österreich transferierten Kulturgüter zu be- werten habe.426 2.2.3 Bestandsbesichtigungen der Fideikommissbibliothek durch die Länder Ungarn, Belgien und Tschechoslowakei, die ohne weitere Folgen blieben Nach dem Vertrag von Saint-Germain und den dort getroffenen Rahmen- bedingungen für die weitere Vorgangsweise wandte sich das Staatsamt für Inneres und Unterricht im Mai 1920 erneut an die Fideikommissbibliothek, um die Besichtigung der Bestände durch die Mitglieder der sogenannten interalliierten Kommission anzukündigen. Wie in anderen „staatlichen Bi- bliotheken und Sammlungen“ geschehen, führten Henry Amont und Ale- xandre de Laborde427 auch in der Fideikommissbibliothek eine Erfassung und Bewertung der Handschriften und älteren Drucke durch. Payer-Thurn vermerkt dazu jedoch nur wortkarg, dass die Bevollmächtigten „nach ent- sprechender Vorbereitung meinerseits am 18. Mai innerhalb der Biblio- theksstunden ihre Aufgabe gelöst“428 hatten. In Bezug auf die ungarischen Ansprüche gab das Staatsamt der Fidei- kommissbibliothek bekannt, dass Franz Nopsca der ungarischen Gesandt- schaft in Wien zugeteilt wurde um Ungarn bei der „Verteilung ehemals ge- meinsamer Sammlungen“ zu vertreten. Da dieser laut Staatsamt weder von ungarischer noch von österreichischer Seite ermächtigt wurde, sind „dem Genannten irgendwelche Begünstigungen oder Erleichterungen bei Besich- tigung der dortigen Sammlungen bis auf Weiteres nicht zu erteilen“.429 Ob der ungarische Vertreter bei der Fideikommissbibliothek vorstellig wurde, geht aus den Akten nicht hervor. Nachdem das Unterrichtsamt den bevollmächtigten Vertretern der Län- der Belgien430 und Tschechoslowakei431 den Zutritt zu den Kulturinstitutio- nen gewährt hatte, um allfällige Ansprüche zu prüfen, stellte die Tschecho- slowakische Republik Ansprüche bezüglich der Privatbibliothek Ferdinands. In einem Gutachten von Rudolf Payer-Thurn führt dieser als Hauptargu- ment an, dass die Bibliotheksbestände zum Zeitpunkt ihrer Aufstellung in Prag freies ungebundenes Privateigentum des abgedankten Herrschers ge- 426 Huguenin-Bergenat, Staatensukzession, 113–117. 427 Der Enkel des gleichnamigen Historikers und Diplomaten war Präsident der Société des bibliophiles françois. 428 FKBA47016, fol. 1r. 429 FKBA47018, fol. 1r. 430 FKBA47019. 431 FKBA47033. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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