Seite - 387 - in Schriften von Sigmund Freud - (1856–1939)
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fortsetzenden Lebensabschnitten.
»Und dennoch«, setzt Hildebrandt fort »ebenso wahr und richtig ist das scheinbare Gegenteil. Ich
meine, mit dieser Abgeschlossenheit und Abgeschiedenheit geht doch die innigste Beziehung und
Verbindung Hand in Hand. Wir dürfen geradezu sagen: Was der Traum auch irgend biete, er
nimmt das Material dazu aus der Wirklichkeit und aus dem Geistesleben, welches an dieser
Wirklichkeit sich abwickelt… Wie wunderlich er’s damit treibe, er kann doch eigentlich niemals
von der realen Welt los, und seine sublimsten wie possenhaftesten Gebilde müssen immer ihren
Grundstoff entlehnen von dem, was entweder in der Sinnenwelt uns vor Augen getreten ist oder
in unserem wachen Gedankengange irgendwie bereits Platz gefunden hat, mit anderen Worten,
von dem, was wir äußerlich oder innerlich bereits erlebt haben.«
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Schriften von Sigmund Freud
(1856–1939)
- Titel
- Schriften von Sigmund Freud
- Untertitel
- (1856–1939)
- Autor
- Sigmund Freud
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-ND 3.0
- Abmessungen
- 21.6 x 28.0 cm
- Seiten
- 2789
- Schlagwörter
- Psychoanalyse, Traumdeutung, Sexualität, Angst, Hysterie, Paranoia, Neurologie, Medizin
- Kategorien
- Geisteswissenschaften
- Medizin