Seite - 454 - in Schriften von Sigmund Freud - (1856–1939)
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Deutung eine lückenlose ist.
Ich könnte noch lange bei ihm verweilen, weitere Aufklärungen aus ihm entnehmen und neue
Rätsel erörtern, die er aufwerfen heißt. Ich kenne selbst die Stellen, von denen aus weitere
Gedankenzusammenhänge zu verfolgen sind; aber Rücksichten, wie sie bei jedem eigenen Traum
in Betracht kommen, halten mich von der Deutungsarbeit ab. Wer mit dem Tadel für solche
Reserve rasch bei der Hand ist, der möge nur selbst versuchen, aufrichtiger zu sein als ich. Ich
begnüge mich für den Moment mit der einen neu gewonnenen Erkenntnis: Wenn man die hier
angezeigte Methode der Traumdeutung befolgt, findet man, daß der Traum wirklich einen Sinn
hat und keineswegs der Ausdruck einer zerbröckelten Hirntätigkeit ist, wie die Autoren wollen.
Nach vollendeter Deutungsarbeit läßt sich der Traum als eine Wunscherfüllung erkennen.
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Schriften von Sigmund Freud
(1856–1939)
- Titel
- Schriften von Sigmund Freud
- Untertitel
- (1856–1939)
- Autor
- Sigmund Freud
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-ND 3.0
- Abmessungen
- 21.6 x 28.0 cm
- Seiten
- 2789
- Schlagwörter
- Psychoanalyse, Traumdeutung, Sexualität, Angst, Hysterie, Paranoia, Neurologie, Medizin
- Kategorien
- Geisteswissenschaften
- Medizin