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verfolgt. Dieselbe Aufklärung erweist sich dann als gültig für die Phobie wie für den Angsttraum.
Die Angst ist beide Male an die sie begleitende Vorstellung nur angelötet und stammt aus anderer
Quelle.
Wegen dieses intimen Zusammenhangs der Traumangst mit der Neurosenangst muß ich hier bei
der Erörterung der ersteren auf die letztere verweisen. In einem kleinen Aufsatze über die
»Angstneurose« (1895 b) habe ich seinerzeit behauptet, daß die neurotische Angst aus dem
Sexualleben stammt und einer von ihrer Bestimmung abgelenkten, nicht zur Verwendung
gelangten Libido entspricht. Diese Formel hat sich seither immer mehr als stichhältig erwiesen.
Aus ihr läßt sich nun der Satz ableiten, daß die Angstträume Träume sexuellen Inhalts sind, deren
zugehörige Libido eine Verwandlung in Angst erfahren hat. Es wird sich späterhin die
Gelegenheit ergeben, diese Behauptung durch die Analyse einiger Träume bei Neurotikern zu
unterstützen. Auch werde ich bei weiteren Versuchen, mich einer Theorie des Traums zu nähern,
nochmals auf die Bedingung der Angstträume und deren Verträglichkeit mit der
Wunscherfüllungstheorie zu sprechen kommen.
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Schriften von Sigmund Freud
(1856–1939)
- Titel
- Schriften von Sigmund Freud
- Untertitel
- (1856–1939)
- Autor
- Sigmund Freud
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-ND 3.0
- Abmessungen
- 21.6 x 28.0 cm
- Seiten
- 2789
- Schlagwörter
- Psychoanalyse, Traumdeutung, Sexualität, Angst, Hysterie, Paranoia, Neurologie, Medizin
- Kategorien
- Geisteswissenschaften
- Medizin