Seite - 923 - in Schriften von Sigmund Freud - (1856–1939)
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auszuführen, vorgedrängt hat. Seine Handlung vereinigt in sich die beiden miteinander
unverträglichen Behauptungen: das Weib hat seinen Penis behalten, und der Vater hat das Weib
kastriert. Eine andere Variante, aber auch eine völkerpsychologische Parallele zum Fetischismus
möchte man in der Sitte der Chinesen erblicken, den weiblichen Fuß zuerst zu verstümmeln und
den verstümmelten dann wie einen Fetisch zu verehren. Man könnte meinen, der chinesische
Mann will es dem Weibe danken, daß es sich der Kastration unterworfen hat.
Schließlich darf man es aussprechen, das Normalvorbild des Fetisch ist der Penis des Mannes,
wie das des minderwertigen Organs der reale kleine Penis des Weibes, die Klitoris.
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Schriften von Sigmund Freud
(1856–1939)
- Titel
- Schriften von Sigmund Freud
- Untertitel
- (1856–1939)
- Autor
- Sigmund Freud
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-ND 3.0
- Abmessungen
- 21.6 x 28.0 cm
- Seiten
- 2789
- Schlagwörter
- Psychoanalyse, Traumdeutung, Sexualität, Angst, Hysterie, Paranoia, Neurologie, Medizin
- Kategorien
- Geisteswissenschaften
- Medizin