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Sexualtrieb gegen gewisse seelische Mächte als Widerstände anzukämpfen hat, unter denen
Scham und Ekel am deutlichsten hervorgetreten sind. Es ist die Vermutung gestattet, daß diese
Mächte daran beteiligt sind, den Trieb innerhalb der als normal geltenden Schranken zu bannen,
und wenn sie sich im Individuum früher entwickelt haben, ehe der Sexualtrieb seine volle Stärke
erlangte, so waren sie es wohl, die ihm die Richtung seiner Entwicklung angewiesen haben[27].
Wir haben ferner die Bemerkung gemacht, daß einige der untersuchten Perversionen nur durch
das Zusammentreten von mehreren Motiven verständlich werden. Wenn sie eine Analyse –
Zersetzung – zulassen, müssen sie zusammengesetzter Natur sein. Hieraus können wir einen
Wink entnehmen, daß vielleicht der Sexualtrieb selbst nichts Einfaches, sondern aus
Komponenten zusammengesetzt ist, die sich in den Perversionen wieder von ihm ablösen. Die
Klinik hätte uns so auf Verschmelzungen aufmerksam gemacht, die in dem gleichförmigen
normalen Verhalten ihren Ausdruck eingebüßt haben[28].
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Schriften von Sigmund Freud
(1856–1939)
- Titel
- Schriften von Sigmund Freud
- Untertitel
- (1856–1939)
- Autor
- Sigmund Freud
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-ND 3.0
- Abmessungen
- 21.6 x 28.0 cm
- Seiten
- 2789
- Schlagwörter
- Psychoanalyse, Traumdeutung, Sexualität, Angst, Hysterie, Paranoia, Neurologie, Medizin
- Kategorien
- Geisteswissenschaften
- Medizin