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Schriften von Sigmund Freud - (1856–1939)
Seite - 2649 -
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non diu sed totus. Das Motiv der Fehlleistung: patriae für publicae hat Witteis wahrscheinlich zutreffend erraten. [179] Als Beitrag zur Überdeterminierung: Meine Entschuldigung für mein Zuspätkommen lag darin, daß ich nach langer Nachtarbeit am Morgen den weiten Weg von der Kaiser-Josef-Straße in die Währinger Straße zu machen hatte. [180] Dazu noch Cäsar – Kaiser. [181] Ich weiß nicht mehr, bei welchem Autor ich einen Traum erwähnt gefunden habe, in dem es von ungewöhnlich kleinen Gestalten wimmelte und als dessen Quelle sich einer der Stiche Jacques Callots herausstellte, die der Träumer bei Tag betrachtet hatte. Diese Stiche enthalten allerdings eine Unzahl sehr kleiner Figuren; eine Reihe derselben behandelt die Greuel des Dreißigjährigen Krieges. [182] Vgl. hierzu ›Formulierungen über die zwei Prinzipien des psychischen Geschehens‹ (1911 b) [183] Die Traumarbeit parodiert also den ihr als lächerlich bezeichneten Gedanken, indem sie etwas Lächerliches in Beziehung mit ihm erschafft. So ähnlich verfährt Heine, wenn er die schlechten Verse des Bayerkönigs verspotten will. Er tut es in noch schlechteren: Herr Ludwig ist ein großer Poet, Und singt er, so stürzt Apollo Vor ihm auf die Kniee und bittet und fleht, »Halt ein, ich werde sonst toll, oh.« [184] Dieser Traum gibt auch ein gutes Beispiel für den allgemein gültigen Satz, daß die Träume derselben Nacht, wenngleich in der Erinnerung getrennt, auf dem Boden des nämlichen Gedankenmaterials erwachsen sind. Die Traumsituation, daß ich meine Kinder aus der Stadt Rom flüchte, ist übrigens durch die Rückbeziehung auf einen analogen, in meine Kindheit fallenden Vorgang entstellt. Der Sinn ist, daß ich Verwandte beneide, denen sich bereits vor vielen Jahren ein Anlaß geboten hat, ihre Kinder auf einen anderen Boden zu versetzen. [185] Die noch im Traume enthaltene Mahnung oder der Vorsatz: Das muß ich dem Doktor erzählen, bei Träumen während der psychoanalytischen Behandlung entspricht regelmäßig einem großen Widerstand gegen die Beichte des Traums und wird nicht selten von Vergessen des Traumes gefolgt. [186] Ein Thema, über welches sich eine weitläufige Diskussion in den letzten Jahrgängen der Revue philosophique angesponnen hat (Paramnesie im Traume). [187] Diese Ergebnisse korrigieren in einigen Punkten meine früheren Angaben über die 2649
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Schriften von Sigmund Freud (1856–1939)
Titel
Schriften von Sigmund Freud
Untertitel
(1856–1939)
Autor
Sigmund Freud
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
Abmessungen
21.6 x 28.0 cm
Seiten
2789
Schlagwörter
Psychoanalyse, Traumdeutung, Sexualität, Angst, Hysterie, Paranoia, Neurologie, Medizin
Kategorien
Geisteswissenschaften
Medizin
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