Seite - 112 - in Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
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neuen Helbes zu geschehen braucht. Lehr zweckmäßig ist e«, di«
gußeisernen Reinln in schmiedeiserne träge? einzusehen, zu wel-
chem Ende ter letztere eine viereckige, nach innen zusammengezoge«
ne Vertiefung von 2 bis 3 Zoll erhält, !n welche das nur kleine,
auf der Rückseite gleichfalls pyramidal geformte Ncinl frei einge»
legt, und darin durch den Druck auf die Warze von selbst festge-
halten wird; es muß aber etwas verstehen, um im Fall» «ine«
Auswechslung leicht herausgeschlagen werden zu kennen. Die schnned«
eisernen Träger erhalten entweder gleich den eingesetzten Neinln
eine viereckige Gestalt, wo aber jede Seite 8 bis 12 Zoll, und
die Dicke 3 bis 4 Zoll beträgt, und sind in den hölzernen Rein«
deilen ß ß, Fig. 1 und 2, Tab. II. mit ihrer ganzen Dicke einge,
lassen und festgekeilt; oder sie bilden längliche, viereckige Stücke,
Reinstangen genannt, die vorzugsweis» nur bei gußeisernen Ham-
mergerüsten iu Anwendung kommen, «ie in Fig, 5 und 6 ersicht-
lich. Bedient man sich bei den Neinstangen der verstählten Ncinln
so werden erstere selbst verstählt, und in der Stahlbelegung nach
der Länge der Neinstangen, immer mehrere Vertiefungen neben
einander geschlagen, die nach und nach in Gebrauch kommen, wie
eine zu weit geworden ist.
Die Reinbeile werden aus Lärchen, oder einer andern festern
Holzgattung hergestellt. Sie müssen so lang seyn, daß sie beider»
seits vom Gerüst etwas vorragen, weil sie öfters eillch» Zoll oer-
oder rückwärts gestellt werden müssen; ihre Höhe soll 8 bis 12 Zoll
weniger betragen, als der Abstand vom untern zum obern Paar der
Gerüstbänder, damit sie mittelst der untern und obern Zulagen höher
oder tiefer gestellt, und von oben noch unter den Gerüstbändern
fest niedergeteilt weiden können; ihre Dick» beträgt meist 8 bis 12
Zoll, und darf für keinen Fall größer seyn, als e« die Läng» der
Waglingachse, mit Einrechnung von etlichen Zoll Spielraum, gestattet,
damit wenn beide Reinbeile an den Gerüststöcken angelehnt sind,
mit dem Wagring frei aus und ein, und mit dem defestigten Helb
nöthigenfalls etwas hin- und hergefahren werden kann.
Die Reinstangen, welche gleichsam die Reinbnle sammt den
Neinln vertreten, müssen in ihrer Länge ebenfalls aus dem Gerüste
beiderseits vorragen, und in ihrer Hohe «inen Spiel»u« vc» 5 bis
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Titel
- Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
- Untertitel
- in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Autor
- Peter Tunner
- Verlag
- C. Tanzer'schen Schriften
- Ort
- Graz
- Datum
- 1846
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.09 x 19.47 cm
- Seiten
- 540
- Schlagwörter
- Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen