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6 ZoN haben, um die nöthigen Stellungen der Uagringachse »or»
nehmen zu tonnen; ab« w ihrer Dicke lassen sie bei den gußeiser«
nen Hammergerüsten nur einen sehr kleinen Spielraum, so zwar,
daß das Ein - und Ausfahrt» mit dem armirtcn Hammerhelb nicht
anders, als mit den Reinstangen geschehen kann, was ganz gut
angeht, ohne durch einen größern Spielraum das gußeiserne Gerüst
gebrechlicher machen zu müssen. Die hölzernen Zulagen und Keile
bei den Neinstangen, durch w»lche der 5 bis 6 Zoll hohe Spielraum
unter und über lcnselhen aufgefüllt wird, erfüllen zugleich die Ve«
tingung, daß die Stöße, welche die Warzen den eisernen Neinstan»
gen versetzen, nicht unmittelbar auf das gußeiserne Hammergerüst
übertragen w»den.
Die Zeichnungen Fig. l und 2 auf Tab. II. werden hoffent-
lich das über Größe und Vefestigung der Rcinbeile, so wie jene i>»
Fig. 5 und 6 das über die Reinstangen Angeführte hinlänglich
»lläuttl»<
ß. 4R Toll ein armirter Hammerhelb eingezogen werden,
so wird selber auf ein Paar Wagcngestellen oder auf Walzen herbei»
geschafft, und so vor das Gerüst hingewälzt, daß dessen hinteres Ende
in die Mitte vor den beiden Reinheiten, dessen vertier Theil aber
auf untergelegten Walzen nebe» dem Amboße zu liegen kömmt. Die
beiden Reinbeile, oder wenigstens ei»es derselben, muß von allen
«eilen gelöst, und an den Gerüststock hinzugcrückt seyn. Nun nimmt
man eine bei 3 Klafter lange, ungefähr 3 und 4 Zoll starte höl»
zerne Wuchtstange, bringt diese über dem vorder« obern Gerüstbande
in eine ftlch« Lage, daß mit Hülfe einer Kette, welche um das
stärke« Ende der Wuchtstange, und um den hintern Theil dcö HelbeS
geschlungen wird, der Helb etwas gehoben, und zugleich zwischen
beiden Reinbeilen eingezogen wird. Niese Operation wird unter öfterem
Ileberhängen der Zugtette mehrmals wiederholt, und dann in ähn-
licher Art über dem hintern Gerüstbande so lange fortgesetzt, bis
der Helb mit dem Sohlringc ungefähr so weit zurückgekommen ist,
als er kommen soll, worauf man ihn mit derselben Vorrichtung am
hintern Ende so hoch aufwuchtet, daß die Warzen des Wagringes
in die Höhe der Reinln gelangen, worauf die Neinbeile so nal,e
axgerückt werden, daß die Warzen fassen und der Helb hci»ge>, bleibt,
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Titel
- Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
- Untertitel
- in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Autor
- Peter Tunner
- Verlag
- C. Tanzer'schen Schriften
- Ort
- Graz
- Datum
- 1846
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.09 x 19.47 cm
- Seiten
- 540
- Schlagwörter
- Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen