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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 119 -
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— 119 — Güte, und hoch im Preise sind. In den Vereinslandern, nament- lich in Steiermarl und Karnten, wo weißes Roheisen verarbeitet wird, hat man durchaus schmiedeisernen Hammerzeug. und selbst auf jenen Hütten, die graues Roheisen verarbeiten, ist ter gußeiserne Hammerzeug selten, am gewöhnlichsten nur da, wo Guß« und Frisch« Hütte Einem Besitzer gehören. Wenn der Wagring aus Gußeisen hergestellt wird, so macht man die Falsche, d. i. den ringförmigen theil etwas stärker im Eisen, gibt ihm 1^ bis 2 Zoll, während er von Schmiedeisen 1 bis l^ Zoll start zu seyn pflegt, und bei den Warzen bringt man statt einem, zwei oder drei Paare an, damit ein anderes Paar gebrauch« werden tann, wenn vom ersten Paar eine oder beide Warzen schad- haft geworden sind. Oder, was noch zweckmäßiger ist, man gibt dem eisernen Wagringe statt den Warzen bloß Ansätze ven der Ge» stalt einer abgestutzten Pyramide mit einer ebenso gestalteten Ver- tiefung, in welche sodann schmiedeiserne und verstählte Warzen ein- gesetzt werden. Ein aus Gußeisen gefertigter Amboß muß in der Uahn natürlich gleich einem schmiedeisernen die bestimmte Länge und Breite haben, allein in seiner übrigen Gestalt wird er massiver gegossen, und erhält rückwärts kein, oder nur »in wenig vorsprin- gendes Hern, welches bei schmiedeisernen Amboßen oft 4 bis 6 Zoll lang ist, um im untern Theile des Amboßes an Eisen zu erspare». I>ic Vahn des gußeisernen Amboßes muß gleich jener des Ham- mers durch Gießen in eisernen Schalen abgeschreckt, gehärtet, und dann abgeschliffen werden. Solche abgeschliffene Vahnen, wenn an- ders die Qualität des Gußeisens richtig gewählt wurde, nehmen eine sehr glatte und dauerhafte Fläche an, die den darauf geschmiedeten Stäben ein schönes, glattes Aussehen ertheilt, wcßhalb man, be- sonders bei Streckhämmcrn, öfters gußeiserne Amboße findet, wäh- rend aller übrige Hammerzeug aus Tchmiedeisen bcstchct. Ist eine solche Vahn zu sehr abgenützt, so tann man sie durch Nachschleifen wieder in guten Stand bringen, und das etliche Male wiederholen. Die gußeisernen Hämmer müssen so wie die schmiedeisernen nicht nur die bestimmte Länge und Breite in der Nahn, sondern auch das bestimmte Gewicht und das vorgeschriebene Maß iu der Ocff- nung für den Held yadcn, kennen also nicht massiver als die schmied«
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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