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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 125 -
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— 125 — tend schwerer ist als ein Streckhammer, folglich bei der AuswechS« lung mehr Arbeit verursacht, dauert es selbst bei vorräthig armir» ten Helben auf manchen Werken gegen 8 und mehr Stunden, bis alles wieder in Ordnung ist; wenn jedoch ernstlich zusammen«,«« griffen wird, kann die ganze Auswechslung in 3 bis 4 Stunden recht gut bewerkstelliget werden. So viel als möglich soll man im» mer trachten diese Arbeit bei Tag vornehmen zu können; aber es ist eine unverzeihliche Nachlässigkeit, wenn man nöthigcnfalls nicht auch die Nacht zu Hülfe nimmt, oder sich dabei wohl gar an die gewöhnlichen Arbeitszeiten der Zimmerleute hält, wie es hie und da die Gepflogenheit ist. Man soll deßhalb bei einem Hammer- zimmcrer, wozu auf allen größern Hammerwerken ein eigener Mann vorhanden ist, nicht sehr streng darauf sehen, daß der Mensch seine gewöhnliche Schichtenzeit hindurch immer recht fleißig ist, dagegen aber bei jeder eingetretenen Reparatur, wodurch der Hammerbctrieb aufgehalten ist, unerläßlich fordern, daß er zu jeder Stunde in der Nacht erscheint, und sein Möglichstes thut, um das Werk wieder in kürzester Zeit in Gang zu bringen. Die Helbe brechen aus verschiedenen "Ursachen an verschiede- nen Stellen; brechen auf einem Werke aber die meisten an einer bestimmten Stelle, so beweist dieses eine fehlerhafte Construction oder sonst ein Verschen, das auf diese Stelle Einfluß hat, und soll demnach abgeändert weiden. Vei durchaus gleicher Starte des Hel- bes müßte selber natürlich am liebsten beim Wagring brechen; die- ses zu vermeiden macht man sie dort in dem im Paragraph 39 angegebenen Verhältnisse stärker. Auf das Brechen im Wagringe muß aber nothwendig auch die Entfernung desselben vom Hammer und Sohlrlng vielen Einfluß haben, worüber uns die alte aus der Erfahrung genommene Regel dahin belehrt, daß derselbe im ersten Dri t te l der Helblänge, vom Mittel des Sohlrings nach dem Mittel des Hammers gemessen, angebracht werden soll; und wirtlich hilft ein Näherrücken des Wagringes gegen den Hammer hin nicht gegen das Brechen des Helbes an dieser Stelle, wie man im ersten Augenblicke wohl erwarten möchte. Manche Werkmeister glau- ben, daß ein sehr breiter Wagring gegen das Brechen des HelbeS im Nagring selbst helfen sollte; allein dieses Mittel ist ebenfalls 9 '
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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