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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 127 -
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— 12? — empfohlenen Mittel um so nothwendiger/ obgleich man.bei ihnen ein größeres Hammerauge anwenden wird. Ebenso ist die Einwirkung der Hitze, das Verbrennen der Helbe in dem Maße mehr zu be- sorgen, und durch Schutz dagegen vorzubtugcn, als man es mit weniger dichtem Holze zu thun hat. Eine wesentliche Hülfe zum Festhalten der Keile wie überhaupt zur Dauer des Helbes im Kopfe bestehet darin, daß man das Schmieden immer so viel als möglich im Schwingungspunkte des Hammers vornimmt, nicht zu viel vorn und nicht zu viel hinten schmiedet. Veim Schlichten leidet deßhalb der Helb immer mehr als beim Wellcnschmicden, denn bei ersterer Arbeit muß der Hammer bei dicken Stangen nothwendig mit dem vordersten und bei hohen Gegenständen wieder mit dem hintersten Vahnlhcil aufschlagen; breite, dünne Reife oder Schienen sind für die Helbdaucr die schlimmsten Waaren. Eine Beschleunigung des Helbbrechens durch das Unterspreitzen mit dem Vauer ist zwar nichts Unmögliches, aber doch so in die Augen fallend, daß ein derartiger Mißbrauch nicht leicht unbemerkt und ungerügt passkcn kann. Gewöhnlich erkennt man das wirkliche Brechen des Helbcs zuerst im nachgiebigen, reißenden Hammerstreich, und bemerkt dann bel näherer Besichtigung der angebrochenen Ttelle ein Rauchen von tntweichenden Wasserdämpfen, die in der daselbst erzeugten Hitze entwickelt werden; die Hi>tze ist das nothwendige Ergebniß der Rei- bung, welche zwischen beiden Bruchstächen T.tatt findet. Es ist ein seltener Fall, daß der völlige Bruch eines Helbes so gähe erfolgt, haß man bei einiger Achtsamkeit nicht mehr im Stande seyn sollte, den im Zerrennfeuer befindlichen Dachel zu drücken und zu schrotten, worauf man stets Bedacht haben muß. Vtvor der gebrochene Helb herausgeschafft wird, pflegt man in den mei,sten Fällen den Ham« mer vom Helbe herabzunehmen, weil dieses bei dem Gqnge des Hammers auf folgende Art am leichtesten geschieht; man schlägt den Schopfnagel und Schopfring aus, faßt einen noch etwas glü- henden Maßel mit einer Zange, und läßt den Hammer auf diesen bald mit dem hintersten bald mit dem vordersten Vahntheil auf- schlage», wodurch der Hammer bald vor- bald rückwärts geschoben, mithin die Keilung gelockert wird, worauf man endlich den lockern Hammer so lange immer mit seinem hintersten Nakncheil aufschla-
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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