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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
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geschlagen werden. Vevor der neue oder «parkte Tohlring wieder angesteckt wird, sucht man die eisernen Keile herauszubekommen, ersetzt sie nach aufgestecktem Eohlringe durch Vuchenkeile, und zu- letzt erst geschieht die Befestigung wieder durch Eintreiben der Eisen« teile; hiernach kann der Helb wieder eingezogen werden. Dieses Herabnthmen sammt darauffolgendem Festkeilen des Wagiinges oder des Sohlringes kostet aber immer 4 bis 8 Stunden, wozu dann noch dle Zelt für das Aus- und Einfahren und Richtigstellen des Helbes gerechnet werden muß; soll überdies aus Mangel eines geeig- neten Vorrathes der abgenommene Wagring oder Sohlring vorerst reparirt werden, so ist die zu dieser Reparatur erforderliche Zeit gleichfalls noch hinzu zu rechnen. Glücklicher Weise tritt ein oder der andere dieser beiden Fälle selten ein, und wenn sie eintreten, muß man beurtheilen, ob es nicht besser ist, sogleich den »orräthigen ar- mirtcn Helb statt des alten einzuziehen; verspricht der alte Helb noch eine lange Dauer, so kann er beim nächsten Helbwerken wieder genom- men werden, nachdem er in der Zwischenzeit neu armirt worden ist. Wenn einzelne Helbringe abspringen, so nimmt man in der Regel keine Rücksicht darauf. Galt der fehlende Ring jedoch einer sehr gefährlichen Stelle, so kann man den nächst weitem am Helb befindlichen Ring dahin verschieben und festkeilen, oder man behilft sich mit einem Schraubennnge, oder mit einem durch Eisennieten geschlossenen und sofort festgekeilten Ringe. Die Auswechslung des Hammcrzeuges, um ihn zu reparlien, ist bei Zerrennhämmern selten, weil die an selbem vorzunehmenden Reparaturen gewöhn- lich beim Helbwerken, wo er ohnedies abgenommen weiden MUß, unter Einem vorgenommen werden. Beinahe jeder Sohl- ring wird auf seiner Platte und seinem Klocker geputzt und frisch gehärtet, bevor er zum Beschlagen eines neuen Helbcs verwendet wird. Dieses Putzen geschieht einfach folgend: Man bringt die zu putzende Stelle im Feuer zur starken Rothglühhitze, behämmert selbe hierauf mit Handhämmern sogeartet, daß sie wieder in die ursprüngliche Gestalt gebracht wird, wobei man zuletzt gern eine große Feile oder bloß eine scharfkantige, gehärtete Slahlstange zum Glattmachen anwendet; darauf erhitzt man die geputzre Stelle wie- der zur schwachen Rcthglühhitze, kirschrot!), bestreicht sie allenfalls
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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