Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geschichte
Historische Aufzeichnungen
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 132 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 132 - in Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg

Bild der Seite - 132 -

Bild der Seite - 132 - in Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg

Text der Seite - 132 -

— 132 - mit Horn od,r Klauen,') und stellt sle schnell im noch sichtlich glü- henden Zustande in kaltes Wasser. Wird mit der Zeit die Stahl- belegung schon zu sehr abgenützt, oder löst sich diese theilweise ab, so muß eine neue Stahlbelegung vorgenommen weiden. Zu dieser, so wie zu allen Verstahlungen des Hammerzeuges, wird immer ro- her, ungegärbter Stahl der härtesten Gattung «erwendet, der auf den Stahlzerrennhämmern von den härtesten Dacheln ausgesucht, und in Gestalt von Kolben verschiedener Größe unter dem Na- men Zeugmach stahl aufbewahrt wird. Von diesen Stahltolben schmiedet man sich ein Stück vor, von der Gestalt, wie sie di« Stahlbelegung für jeden einzelnen Fall fordert. Die schlecht gewor- dene Stahlbelegung wird in der Glühhitze mit scharfen Schrittern vollends weggehauen, und das davon entblößte Stück auf der neu zu belegenden Fläche durch in verschiedenen Richtungen geführt» EinHübe mit dem Schrötter rauh gemacht, damit die Tchweißhitze besser angreifen kann. So vorbereitet werden beide Theile an ihren zu vereinigenden Flächen gleichzeitig zur Schweißhitze gebracht, der Eisentheil natürlich wird dazu längere Zeit brauchen, und muß eine schärfere, stärkere Hitze erhalten, als die sehr rohe Stahlbelegung, und besonders muß Sorge getragen werden, daß durch öfteres Ve« streuen mit Schweißsand schöne saftige, nicht sengende Hitzen erzeugt werden; dann wird mit dem Eisentheil zuerst aus dem Feuer ge- fahren, derselbe zur Aufnahme der Stahlbelegung in Vcreitschaft gestellt, und in dieser Lage schnell die schweißende Fläche der Stahl- belegung aufgelegt; darauf anfangs sorgfältig mit schwachen Schlä- gen eines Handhammers angeschlagen, bis beide Flächen gegriffen haben, wornach stärkere Schläge geführt, und endlich die Zangen» greifen oder der übrig gebliebene Stahlkolben von der Stahlbele« gung mit einem Schrötter hindan gehauen wird. Nun bringt man das ganze Stück mit der Stahlbelegung ins Feuer zurück, um nach ») Dicscs Bestrcichen Mit Horn oler »lauen, wo« ie nach der Größe de« Hörher«, durch ! bis : Minuten hmdurch fortgesetzt wird, bezweckt an 5er dcstiichenen Oberfläche eine Cementaüon, folglich ein Harterwerven d«i Stahle«. Zwar taun die Eementation in dieser furzen Zeit unmöglich zu elner mirklichen Tiefe eindringen, diesem Verfahre» deikalb keine große Wichtigkeit leigclcgt werden i allein in so ferne ej wirkt, kann dlc Wirkung nur gut, schccht ful fcmcn Fall se»n.
zurück zum  Buch Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg"
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden