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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 133 -
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und nach an d«n Seiten herum nochmals schwache Hitzen zu geben, und durch Antreiben mit Handhämmern die Stahlbelegung auf den Seiten herum ebenfalls gut zu vereinigen; natürlich muß diese Ope« ration mit jeder längcrn Seite für sich vorgenommen und beendet werden, bevor zur andern geschritten wird. Zeigt sich, daß an ir- gend einer Stelle der Belegung zu viel Stahlmasse vorhanden ist, so wird das Zuviel mit scharfen Schröttern weggehauen. Zuletzt folgt dann wieder das Nachputzen auf der Stahlftache, und endlich die Härtung, wie früher erwähnt wurde. An einigen Orten ver» wendet man zum Stählen des Hammerzeuges selbst Gußstahl, um eine längere Dauer der Stahlstäche zu erzielen. Das Verfahren bleibt dabei übrigens dasselbe, nur darf der Gußstahltheil eine kaum merkbare Schweißhitze erlangen, weil er sonst abbrennen würde. Recht guter Zeugmachstahl ist jedoch nahe ebenso hart als Gußstahl, mit dem unsere Leute oft nicht umzugehen wissen. Die Reparaturen des Wagringes sind seltener, als jene des Sohlringes, und beschränken sich gewöhnlich auf ein Nachputzen der Warzen, welchem in größer« Zeitabschnitten ebenfalls eine neue Stahlbelegung vorausgehen muß. Veide diese Operationen sind de- nen des Sohlringes so ähnlich, daß eine nähere Aufzeichnung der« selben überflüssig ist'). Ein gußeiserner Wagring kann diesen Reparaturen offenbar nicht unterworfen werden, außer wenn er eingesetzte, Verstählte Warzen hat. Um den schweren Wogring bei liefen yleparaturen, l» wie schon le! seiner er» K«n Anfertigung, leichter handhaben zu lonnen, erhält derselbe in Mitte sei- ncr Falsche, auf ver untcrn oder Odern Seite, ein v,erecl,ge« Loch, da« s»» ^nannte Gabel loch. In »,eses «och wird dann »ie Zeugmachgabel mit ihscm gleichfalls vierkantigen Zapfen eingesteckt, welche in einer 5 bis »o Muß langen «Ziscnstange bestehet, die a» »cm einen Ende den benannten vierkan» tigc» Zapfen, am andern hingegen zwei nadelformige Schenkel oder Arme »räg»! befindet sich diese Eisenstange auf dcr Kette »ei Feuerzuges (eines ein» fachen Krabncs), und trägt «uf ihrem vierkantigen Zapfen den Wagring, wahren» man mit beiden Urmcn die Gabelschenkel faßt, so ist das Einhalten »es lvagr»,gcs im Feuer, las Drehen und Wenden in selbem, un» endlich dos Herausfahren aus dem Feuer, eine leichte Arbeit. Dcr Hammer erhält <u gleichem Zweck in Vlitte seiner obersten Platte im Kopse ebenfalls «in G«l>elloch, und Lcm Ambosj ertheilt man in derselben Absicht auf seiner »or< lern Seite eine vierkantige Vertiefung von ungefähr i Zoll, die edenfall» Gabelloch genannt !»<rv.
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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