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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 135 -
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Seite - 135 - in Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg

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— 135 — späne dabei immer parallel bleiben, wenn dagegen eine Abweichung von der parallelen tage sich zeigt, beweist dies verdrehte Stellen, die sofort ausgerichtet werden müssen. Vis die Vat>n gehörig abge- lichtet ist, wird sie wieder völlig erkaltet seyn; sie wird daher wie« der ;ur schwachen Glühhitze erwärmt, mit einer Feile oder geraden gehärteten Stahlstange abgeputzt, mit Horn oder Klauen belieben, und sofort wieder gehärtet. Nach öfters erfolgtem Abrichten des Hammerzeuges, wenn sich die Stahlbelegung entweder schon zu sehr abgenützt hat, oder zu weich geworden ist'), oder aber theilweis« sich ablöst, muß zu einer neuen Slahlbelegung geschritten werden. Das Verfahren hierbei ist dem im Vorhergehenden beschriebenen ganz gleich, nur kann die gegen 24 Zoll lange Vahn nicht auf einmal mit Giner Hitze belegt werden, sondern die Belegung muß in 3 bis 4 Stücken aufgetragen werden. Zu dem Ende wird die alte Stahlbelegung herabgehauen, die zu verstählende Vahn in der Mitte entlang rinnenartig aufgehauen, die Stahlbelegungsstilcke vorgerich- tet, in der Hitze ein Stück derselben nach dem andern aufgetragen, wobei das nachfolgende mit dem vorhergehenden immer gut zusam- mengreifen muß; dann auf beiden Seiten ebenfalls noch kleine Hitzen gegeben, wenn dieses die vollkommene Verbindung der Stahl- belegung erheischen sollte, und tie theilweise überschüssige Masse mit dem Schrötter abgehauen, endlich die Vahn nachgeputzt, abgerichtet und gehärtet. Außer den Reparaturen der Stahlbelegungen kommen bei dem Hammerzeug bisweilen theilweise oder ganz erfolgte Sprünge in ir- gend einem Theile desselben vor, die beseitiget werden müssen. Ent- deckt man einen Sprung, z. V. in den Seiten-Wangen des Ham- mers, in der Falsche des Wagringes, im Umfange des Sohlringes u. s. w., so soll man die Reparatur nicht zu lang verschieben, weil ein entstandener Sprung sich im Fortgebrauche gewöhnlich schnell ver< V«e Erfahrung zeigt, lali der Stahl durch öfteres Erhitze» weicher wird, »»» seiner Stahlnatur, e i . von seinem Kohlengehalte verliert. Dieser Uedelst«»» «ritt «l>er nicht »ei allen Stahlsorten gleich schnell ein, und namentlich ist darin unser guter Rohstahl ausgezeichnet, daß er seine Härtungsfahigleit «er« «!e<chungswe>se sehr lange behält: al>er endlich wird cr denn l«ch «Uch i« »eich, »nd ,»uß durch frischen Dtahl ersetzt werden
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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