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mittelbar schon merklich vergrößern. Ist nun das Hammerwerl am
linken Ufer des Vetriebwasscrs gelegen, und sind unlcrschlächtige
Hammcrra'der angebracht, so wird der Grindel dann am kürzesten
ausfollen können, wenn links geschmiedet wird; und eben so, wenn
das Ncrt am rechten Ufer gelegen ist, wird der Grindel am kür-
zeste» seyn dürfen, wenn rechts geschmiedet wird; umgekehrt ist das
Verhältnis! bei oberschlächtigen Hammerrädern.
Eine weitere Eigenthümlichkeit der kärntnerischen Eisen-Zer-
rennhämmer gegen jene anderer Länder ist die, daß der Schabatten-
stock mit einer vierseitigen Holzzimmerung, von der Hüttcnsohle auf
bis nahe zur Amboßhöhc (also ungefähr 18 Zoll hoch) umfangen
ist. Die beiden Seitenwändc dieser Zimmerung sind bei 5 Fuß
lang, die vordere und hintere Wand über yaVen gewöhnlich 6 Fuß.
Vcn-'ausicn steht die Zimmerung frei, von innen aber ist sie mit
Frischschlacken bis nahe zur Amboßhöhe ausgefüllt.
ß. 4 5 . Ncbcrblicken wir die Zahl und Art der verschiedenen
Reparaturen eines Hammerschlages, so muffen wir unwillkührlich
staunen über die Menge, Kostspieligkeit und oftmalige Wiederholung
derselben. Äei dem unvollkommenen, stoßenden Mechanismus eineS
Hammcrschlagcs kann das aber nicht anders seyn. Man pstegt im
Allgemeinen anzunehmen, daß die unmittelbaren Neparaturskosten
(d. h. die damit verbnndcnc Vcrsäumniß im Werksbetried nicht in
Anschlag gebracht) eines Hammerschlagcs, ungerechnet des Hclb-
werkens, in 15 bis 50 Jahren so viel betragen, als die erste Her-
stellung desselben, und die unmittelbaren Kosten des Helbwertens
betragen bei einem schwunghaften Vetriebe in 20 Jahren mehr als
das Dreifache der ersten Errichtung. Die sämmtlichen unmittel-
baren sleparaturskesten bei einem Streckhammcrschlag, auf dem jähr-
lich be> 2000 Zntr. ordinäres Strcckeisen erzeugt werden, summircn
sich in Einem Jahre auf 2',0 bis 350 Gülten (5- W.
Hie erste Herstellung riocs Hauunerschlages ohne Wasser- und
ohne Hüllen-Gebäude, also bloß die eigentliche Maschine mit dem
Wasserrad kostet unter unsern gewöhnlichen Perhättnisson 500 bis
1200 Gulden (5. M., je nachdem man mehr oder weniger solid
bauen will.
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Titel
- Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
- Untertitel
- in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Autor
- Peter Tunner
- Verlag
- C. Tanzer'schen Schriften
- Ort
- Graz
- Datum
- 1846
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.09 x 19.47 cm
- Seiten
- 540
- Schlagwörter
- Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen