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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 142 -
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- 142 - , - tz. 4<l Um bei der Anlage eines Hammerschlages den größ- ten Nutzeffect von der verwendeten Wasserkraft herauszubringen, wiid nebst den bisher erörterten Verhältnissen auch noch eine umsichtige Beurtheilung zwischen der vorhandenen Gefällshöhe des Aufschlag- wassers, der Größe des Rades und der Anzahl der Ertel erfordert. Allerdings geschieht dies in der Praxis, wo der Vau des Hammers oft Leuten überlassen wird, denen alle richtige Theorie fremd ist, sehr häufig, ja man kann sagen gewöhnlich nicht. Solche rein praktische Zimmerlcute oder Vaumcister wissen nur die Hauptregel, „je mehr Gcfällshöhe und je mchr Wasscr, desto besser" und wenn sie mit Vetriebskraft im Ueberstusse versehen sind, gehen ihre Häm- mer recht gut; wie es aber mit dem Gange der Hämmer aussieht bei kleinem Wasscrstande, ist eine andere, oft sehr wichtige Frage. Die erste gegebene Größe in jedem besondern Falle ist tie ganze Gefällshöhe, worunter der senkrechte Abstand vom WassMpie- gel im Fluder zum Wasserspiegel im Abstußtanal verstanden wird, nicht wie unsere Zimmerleute zu rechnen pflegen vom Fludnboden auf den Abfiußbcdcn. Da die größte Wirkung des Wasserstoßeö nach mathematische» Beweisen Statt findet, wenn die Schaufeln des da- von getriebencn Wasserrades mit der halben Geschwindigkeii fort- bewegt werden, so muß zunächst die Geschwindigkeit des Wassers bestimmt werden, die demselben an jcncr Stelle zukömmt, wo es zum Stoße der Schaufeln gelangt. Die Geschwindigkeit des Was- sers ergibt sich, wenn man aus der senkrechten Druck- und Fall» höhe des Wassers, in Fußen ausgedrückt, die Quadratwurzel ziehet, und diese mit 7'8 multiplizirt. Um die Druck- und Fallhöhe des Nassers für die Stelle, wo es zum Stoße gelangt, vorläufig zu finden, genügt es bei unterschlächtigen Hammerrädern, wen» man von der ganzen Gefällshöhe 1 '/,>, höchstens 2 Fuß in Abschlag »ringt. Die Hälfte von der solchergestalt bestimmten Geschwindigkeit des Wassers gibt die Geschwindigkeit für die Schaufeln des Haunnrra- dcs—Ist z. V. das ganze Gefalle 16 Fuß, und soll ein unter- Mächtiges Hammcrrad angebracht werden, so ist die hierbei ii Rech- nung zu bringende Gefällshöhe 14 Fuß, davon ist die Qladrat- nahe genug 3 74, und diese mit 7'5 „ml-
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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