Seite - 166 - in Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Bild der Seite - 166 -
Text der Seite - 166 -
— 166 —
n (in 13 vergrößert dargestellt), welche an mehreren Stellen dcs
rahmcnartigcn Bodens gli eingeschlagen sind, an die Mittclwände
angedrückt, und damit die Leisten beim Aufgang des Mantels nicht
gehoben werden, sind sie durch einfache, ebenfalls im Boden ßli
befestigte Klammern p (in 5 vergrößert dargestellt) lose niederge-
halten. Am liebsten hat man bei uns die Leisten von astfreiem
Erlcnholze, und damit sie sich um so besser an die Mantclwände
schmiegen, werden sie an mehreren Stellen mit tiefen Einschnitten
versehen, wie <I, <l... zeigt, an denen sie sich leicht biegen können;
gut ist es, wenn die Holzleisten an den reibenden Flächrn mit Le--
der belegt werden, welches wegen der starken Abnützung jedoch öf-
ters erneuert werden muß, außer man wendet eine Graphitirung
an, «on der wir bei den Kastengebläsen sprechen wollen. Die
Ventile haben bei den hölzernen Bälgen ganz dieselbe Einrichtung,
wie bei den ledernen, die wir bereits kennen, und die in Fig.
6. zu ersehen ist. Zu empfehlen ist es, am innern Ende der Dü-
sen ebenfalls Klappen, von Eisenblech gcfcrtiget, anzubringen,
die sich nach außcn öffnen, damit der Valg nicht auch bei der Dü-
senmündung Luft schöpfen tann, und das etwaige Eindringen von
Funken in das Innere des Balges verhindert wird.
Das Charnier oder Schloß, womit die Verbindung zwischen
Mantel und Boden bewerkstelliget wird, bestehet nebst dem abge-
drehten Schloßnagcl oder der Walze, die durch die ausgcbüchötcn
Oeffnungen » Fig. 6. ^ läuft, und in einer rinncnartigen Vertie-
fung l' dcs Ilcbcrkastens II. Fig. 6. ruhet, die bisweilen ein metal-
lenes Flitter erhält, noch aus zwei Häng eisen, welche den
Schloßnagcl bei «, «, Fig. 6. (! umfassen, durch den Valckopf ge-
rade nicderlaufcn, und unterhalb so viel vorragen, daß ein Quer-
ricgel durchgeschoben werden kann, wie bei o Fig. 6. U ingcdcu-
tct ist. Etwas anders ist das Schloß bei den in Fig. 4, und 5.
dargestellten Schämelbälgcn. Dabei ist der Schloßnagcl vm außen
durch zwei Häugciscn e in die Höhe gehalten, und der bewegliche
Schämet oder Boden ist mit zwei Augeiscn (Büchsen) ,ersehen,
durch wclcke der Schloßnagcl hindurchgesteckt wird. Die Einrich-
tung der Leistcnliedcrung und dcs Ventils ist bei den Tchamelbal-
gen gleich jener bei den Spitzbälgen.
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Titel
- Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
- Untertitel
- in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Autor
- Peter Tunner
- Verlag
- C. Tanzer'schen Schriften
- Ort
- Graz
- Datum
- 1846
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.09 x 19.47 cm
- Seiten
- 540
- Schlagwörter
- Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen