Seite - 181 - in Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Bild der Seite - 181 -
Text der Seite - 181 -
mehr eine größere Pressung, als den größten Nutzeffect zum Ziele
hat, allerdings ein sehr gewöhnlicher Fall, kann man den Flü-
geln mehr Höhe, weniger Breite geben, weil der Widerstand mit
der Breite zunimmt, wodurch zwar eine größere Menge, aber keine
höhere Pressung des Windes erreicht wird; zugleich pflegt man di«
Höhe der Ausströmungsöffnung im Gehäuse für diesen Fall nie«
derer zu machen. Wenn aber der Windstügcl bedeutend höher als
die genannte Ausströmungsöffnung ist, wird der Vetriebswiderstand
unnöthig vergrößert, so wie es ein unnöthiger Effectverlust ist,
wenn die Flääie der Ausströmungsöffuung viel größer gemacht wird,
als der Querschnitt sämmtlicher Düscnöffnungen. Man soll dem-
nach bei der Anlage eines Ventilators, bezüglich dieser Verhältnisse,
auf folgende Art zu Werke gehen. Vorerst bestimme man die Sum-
me der Qucrscbnittsstächen aller Tüscnmünlungen, die im äußer«
sien Falle mit Wind zu versorgen seyn können; gleich dieser Sum-
me, oder doch nur wenig größer, ist die Fläche der Ausströmungs-
öffnung im Gehäuse des Ventilators, und jene des Nindstugels
zu machen, wobei man sich von der quadratischen Gestalt der Fläche
nicht zu sehr entfernen soll; wäre aber die Breite des Ventilator-
gehäuses von schon gegebener Große, so müßte darnach die Höhe der
Ausströunmgsöffnung zur Erlangung der bestimmten Querschnitts-
fiäche berechnet werden. Daß man die mehrgcdachte Ausströmungs-
öffnung nicht kleiner als sämmtliche Düsenmündungen, oder die
Fläche eines Windstügcls nicht kleiner als die Ausströmungsöffnung
machen darf, braucht kaum bemerkt zu werden ' ) . Hieraus wird
Ist »er äußere Halbmesser n des Windrades »on bestimmter Wrösse, s« er-
gibt sich aus d,escm und der crimtteltcn Höhe »er Windssügel »er in»
nere Halbmesser r der Flügelfläche, und diesen letzter» kann mon füglich in
Rechnung nehme» , wenn man die Windgeschwindigkeit ° nach der Formel
°--:«>?7 >> bestimmt, wo ?r^^ 3.,,,z, und ,> die Unzahl der Um»»ehung>n
dci Wmdrades bezeichnet, und wornach » bestimmt werden sann, falls «
gegeben wäre. W,c aus der Gcschwindigfeit «,-s Windes die Pressung des-
selben , oder umgclchrt erstere aus letzterer, und wie die Windmenge bcrech«
»et werden la»n u, s w, ist im Paragraph 6' zu ersehen. Wenn die Dü'
scnoffnungen alle geschlossen sind. mus, d,c Pressung »er üuft an »er Peri»
Pheric des Vent,lalc>rgr>,a»s,s der Geschwind,gfe,t des ßnlpunctes vom au-
kern Halbmesser u entsprechen. Vei »llmahliger Eröffnung der Düsenmün»
düngen muü bei gleicher Geschwindiqfcit der Windftugel die Windpressun«
abnehmen, aber nur >n dem Verhältnisse als die Gesammtssachc »er geöffne
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Titel
- Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
- Untertitel
- in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Autor
- Peter Tunner
- Verlag
- C. Tanzer'schen Schriften
- Ort
- Graz
- Datum
- 1846
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.09 x 19.47 cm
- Seiten
- 540
- Schlagwörter
- Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen