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Dampfmaschinenfabrit des Herrn ?enn zu Qi-oen^icl, bei kondon
ein vierflügliges Windrad beobachtete, dessen mit der Radachse con«
centrischcö Gehäuse im Lichten 29 Zoll Durchmesser und 10 Zoll
Breite hatte, in der Minute gegen 1600 "Umdrehungen machte,
zwei dreifcrmige Cupolofen mit Wind versorgte, wovon jede der
sechs Düsenöffnungen 4'/„ Zoll Durchmesser, folglich die sämmtli-
chen Ausflußöffnungen bei 95 Quadratzoll hatten. T>er Windca«
nal war beim Anschluß des Gehäuses 10 Zoll breit und 9 Zoll
hoch, erweiterte sich aber gleich davon zu zwei Quadratfuß Quer-
schnitt. Die Windpressung bei den Düsen war etwas über 5 Zoll
Wassersäulenhöhe.
Für den Widerstand bei der Umdrehung des Ventilators soll
es anscheinend wenigstens nahe gleich seyn, ob das Windrad Einen
oder mehrere Flügel hat; aber die Wirkung wird jedenfalls etwas
besser und der Windstrom gleichförmiger werden, wenn eine der
Größe des Rades entsprechende Anzahl Windstügel vorhanden ist.
Gin Windregulator ist hierbei ganz überflüssig. Viele Mechaniker
»vollen bei der Construclion eines Ventilators großes Gewicht dar-
auf legen, daß die Achse des Flügelrades excentrisch mit der Achse
des cylindrischen Gehäuses sey ' ) , und meinen, daß bei concentri-
scher Lage nur ein äußerst schwaches Ausströmen der Luft Statt
finden könne; allein die Erfahrung bestätiget keineswegs ein solches
Ncsultat, und der schlagentste Vcwcis für die geringe Wichtigkeit
dieser Excentricität liegt in dem Umstände, daß mancher Ventila,
lor die Exccntticität gerade auf der entgegengesetzten Seite von an«
dern hat. Ebenso dürfte auch die complicirte Herstellung des Ge-
häuses, wie Fig. 11 zeigt, keinen großen Nutzen gewähren, und
selbst der gerühmte Vortheil der gebogenen Flügelflächen dürfte in
Zweifel gezogen werden; eher konnte die schiefe Stellung der Flü-
gel, wie Fig. 9 weist, zweckmäßig seyn, so wie überhaupt dieses
Windradgcbläse von einfacher, entsprechender Construction zu seyn
scheint, auf die wir deßhalb etwas näher eingehen wollen.
Das cylindrische Gehäuse bestehet aus zwei Seitentheilen o,
die zweckmäßig von Gußeisen angefertigt, und in diesem Falle s«-
') Siehe Karsten's VisenbüttenfUüle, zweiter The», Verl!» lN4l. Seite
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Titel
- Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
- Untertitel
- in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Autor
- Peter Tunner
- Verlag
- C. Tanzer'schen Schriften
- Ort
- Graz
- Datum
- 1846
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.09 x 19.47 cm
- Seiten
- 540
- Schlagwörter
- Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen