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schcn mehrere Iayre nach der alten Art mit eingeschmierlen Leisten
»m Gebrauche standen, die Graphitirung in Anwendung zu brin-
gen; allein eS ist kaum möglich, bisher wenigstens nicht gelungen,
dieselbe auf den vom Fette ganz durchdrungenen Wanten haltbar
herzustellen, über tur; oder lang lösen sich ganze Parthien der Gra«
phittruste ab.
Fast chne Ausnahme ist die offene Seite der einfach wirkenden
Kästen nach unten gekehrt, mithin der Kolben beim Aufgange wir-
kend. Die Ausströmungsöffnung des Windes befindet sich dabei
weist im Deckel des Kastens, wie in Fig. 13 Tab. III., über welcher
sodann der Wiudsammlungskastcn 8 angebracht ist. An den meisten
Oclcn wird der Windsammlungskasten mit einem Lcder-Regulator
U versehen, der gleichsam den obersten Theil des SammlungökastenS
bildet, durch hölzerne Leisten » einen geordneten Fallenwurf, durch
Tatzen b und Gleitstangen c eine sichere Bewegung, und durch am
Voten ü aufgelegte Gewichte oder andere Gisenbrocken die nöthige
Beschwerung erhält. Diele Leder-Negulatoren sind einfach und leicht
anzubringen, geben auch eine ziemlich gute Windausglcichung, wenn
sie im Querschnitte nicht zu klein sind, nur werden sie bald luft-
lässig und fordern dann öftere Ausbesserung. Empfehlenswcrther er-
scheinen deßhalb die Windregulatcrcn mit Wasserliederung, welche
wir bei den Culindergebläsen kennen lernen werden, und die an irgend
einer Stelle mit der Windleitung in Verbindung zu bringen sind;
daß hierbei der Windsammlungstasten obenübcr ganz geschlossen
wird, versteht sich von selbst. Die Ventile, Klappen-Ventile, wer--
dcn ganz so hergestellt, wie wir schon bei den Valgcngcblasen hörten,
nur verhältnismäßig größer und stärker. Gewöhnlich erhalten die
Ventilöffnungen eine quadratische Gestalt, von 15 bis 2» Zoll Sei-
tenlange, mithin groß genug, daß nöthigenfalls ein Mann durch
selbe in das Innere gelangen kann, zu welchem Ende jedoch der
Spannricmen, mittelst dessen dem Ventile die Größe des Aufge-
henS bestimmt ist, vorerst gelöst werden muß, damit das Ventil
gan; geöffnet werden kann. Den Ventilen bei den Ausströmungs-
öffnungen, auf welche immer die verdichtete Gebläseluft drückt, soll
man einen thunlichst kleinen Anschlag geben; denn je größer ihr
Anschlag ist, desto mehr muß sich im Anfange des Vlasenö aus
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Titel
- Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
- Untertitel
- in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Autor
- Peter Tunner
- Verlag
- C. Tanzer'schen Schriften
- Ort
- Graz
- Datum
- 1846
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.09 x 19.47 cm
- Seiten
- 540
- Schlagwörter
- Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen