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herauskommen, «m in tas Innere des Kastens und über den Kel«
bcn gelangen zu können.
Wenn tic rückgängige Vewcgung des Kolbens durch scin eige»
nes Gewicht erfolgen muß, wie dies bei den einfach wirtenden Ka-
stengebläscn meistens der Fall, so muß die Geschwindigkeit dabei,
wegen der oft veränderten Kolbcnreibung, wie die verschiedene Ge-
schwindigkeit des Gebläsewechsclö durch mebr oder weniger aufge-
legte Gewichte regulirt werden tonnen. Zu diesem Zwecke werden
gewöhnlich am untern Querstücke <i Fig. 13 ein oder mehre«
Gewichtstästcn angebracht, in die nach Vedarf Eisenbrocken oder
andere Gewichte eingelegt oder ausgenommen werden. Damit aber
der zu Unterst angekommene Kolben keinen erschütternden Stoß
verursachen kann, muß man ihn entweder auf untergelegte Polster
n von altem Leder otcr Fehen, oder auf elastische Valken n fallen
lassen, cder eine solche Einrichtung treffen, daß auf der andern
Seite des Wagbaltcns, der mit dem Kolben verbunden ist, ein Ge-
wicht p aufgehoben wird, bevor der Kolben zu Unterst aufstößt, wo-
durch er dann mit verminderter Geschwindigkeit ankömint.
ß. .57. Vei der Vefestigung der Kasten eines einfach wir«
tenden Gebläses muß theils auf die Localverhältnisse, theils auf
ten Mechanismus für die Kolbenbewegung Rücksicht genommen
werden. Im Allgemeinen läßt sich nur bemerken, daß man bei den
hölzernen Kästen nicht zu einem ganz aus Steinen cder Eisen her-
gestellten Gerüst greifen wird, wie dies bei den eisernen Culinder-
grbläsen nicht selten geschieht, sondern das Gerüst ebenfalls aus
Holz bestehen läßt. Seltene Ausnahmen unberücksichtigt, wird die
Bewegung des Kolbens immer von unten auf bewerkstelliget, wie
schon bei Betrachtung der Kolbcngestalt vorausgesetzt wurde, und in
diesem Falle besteht das hölzerne Gerüst im Wesentlichen aus zwei,
von bezogenen Valkcn (meistens Lärchen- oder Eichen-Hclz) gefer-
tigten, länglichtcn Rechtecken i> und «, Fig. 13, mit so viel qua-
dratischen Abtheilungen, als das Gebläse Kasten enthält, von wel-
chen Rechtecken das eine auf lcr geebneten und untermauerten Ge-
rüstsohle t aufliegt, das andere aber in entsprechender Höhe loth-
recht darüber von vier Eck- und so viel Zwischen-Säulen u getra-
gen wird, als Abtheilungen vorhanden sind. Die Valten des un-
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Titel
- Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
- Untertitel
- in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Autor
- Peter Tunner
- Verlag
- C. Tanzer'schen Schriften
- Ort
- Graz
- Datum
- 1846
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.09 x 19.47 cm
- Seiten
- 540
- Schlagwörter
- Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen