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tern Rechteckes oder Nestes sind mit lang vorstehendem Köpfen ver-
sehen, die eingemauert werden. Die Tragsäulen zwischen dem untern
und obern Reste sind beiderseits eingezapft und vcrkeilc. Damit aber
die Verbindung zwischen beiden Resten noch fester werde, pflegt man
überdies beide durch mehrere Eisenschließen mit eingeschnittenen
Schraubcngewinden zu verbinden. So weit es das Lscale gestattet,
werden die vier Ecksäulen von außen mit Waucrwert eingefangcn,
wodurch das ganze Gerüst an Festigkeit gewinnt- Die innere Weite
der quadratischen Abtheilungen des obern Rostes ist entweder ganz
gleich der innern Weite der Kasten, oder unbedeutend größer alS
diese, damit die Kasten nahe mit ihrer ganzen Wandstärke auf den
Balten des Rostes zu stehen kommen, die zu ihrer Aufnahme mit
einer ausgestemmten Nuthe von etlichen Zoll Tiefe versehen werden,
wie in Fig. 13 v ersichtlich. Oder man kann auch die innere
Weite der quadratischen Abtheilungen so groß machen, wie di« Ge-
bläsetasten mit ihrer äußern Weite sind, die darin eingeschoben und
durch Querleisten vor dem weitein Niedersinken gesichert sind; hier-
bei muß aber jeder Kasten für sich ein Ganzes bilden, und es können
nicht mehrere eine gemeinschaftliche lange Wand erhalten; überhaupt
dünlt uns die zuerst genannte Art die bessere zu seyn. Die «uf dem
obern Reste der Gerüstbalken ruhenden Kasten werden mit entspre-
chend starten Ankern eder Schraubcnbolzen >v^>, Fig 12 und Fig.
13, auf das Gerüst niedergeschraubt, damit sie beim Hub ter Kol-
ben nicht theilwcise mitgehoben werden tonnen.
Die Bewegung der Kolben lann durch excentrische Schei-
ben (Wcllfüße, Epicutloiden), oder durch V eizahn ungt», oder
endlich durch Kurbeln geschehen, und jede dieser Vcwegungsarten
lann wieder entweder unmittelblar auf die Kolbenstange wirken,
oder es kann mittelst eines Wagbaltens (Valancierj) die Ve«
wegung dahin übertragen werden. Localverhältnifse h^ ben oft entschei-
denden Einfluß auf die Zweckmäßigkeit der einen oder der andern
dieser Vewegungsartcn. Wo man mit dem Raum «n Voder sparen
soll, dagegen nach aufwärts ungehindert ist, ein in Hütten zewöhn-
lichcr Fall, wird es gerathen seyn, die Vewegungsnclle unnittelbar
unter den Kolben anzubringen, wie Fig. 15, was auch in mancher
andern Hinsicht das Einfachste und Villigste seyn wird. Die Be«
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Titel
- Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
- Untertitel
- in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Autor
- Peter Tunner
- Verlag
- C. Tanzer'schen Schriften
- Ort
- Graz
- Datum
- 1846
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.09 x 19.47 cm
- Seiten
- 540
- Schlagwörter
- Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen