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,alte wirklich geschieht; allein man hat auch Regulatoren mit un«
cränlerlichem Inhalte, deren Wirkung sich darauf gründet,
aß die Luft ein elastisch flüssiger Körper ist, und sie werden um
o besser eine Ausgleichung bewirten, je größer ihr unveränderlicher
zuhält im Verhältniß zu den Statt findenden Winllifferemen ist.
Haß aber auch bei den Regulatoren mit veränderlichem Inhalte
eine vollkommene Ausgleichung bezweckt weiden kann, liegt in dem
wcifachcn Umstände/ daß einmal stets eine gewisse, eben durch die
lngleichheiten erzeugte Kraft nothwendig ist, um den Regulator«
aum zu vergrößern oder zu verkleinern, und dann besitzt die Luft
och immer ein gewisses Beharrungsvermögen mit der erhaltenen
Geschwindigkeit und Richtung sich fortzubewegen, ohne auf den Ne-
ulator viel Rücksicht zu nehmen. In letzterer Beziehung wird es
on Wichtigkeit, den Regulatorraum nicht einseitig, sondern von
wei Seiten mit der Windleitung so zu verbinden, laß immer der
anze Luftstrom den Regulatorraum passiren muß. ,
Vei den Regulatoren mit veränderlichem Inhalte kann man
unterscheiden: 1. Lederregulatoren, die wir bei den ledernen Bälgen
ind hölzernen Kastengebläsen bereits kennen gelernt haben, inlem
>e dort unmittelbar Eins mit dem Gebläse selbst sind. 2. Kolben«
egulatorcn, die ähnlich aussehen wie ein einfach wirkender Kasten
der Cylinder mit seinem Kolben, aber in ungestürzter Lage; sie
ind die schlechtesten von allen, sollten deßhalb nie angewandt wer-
en, und wir wollen weiter keine Notiz von ihnen nehmen. 3.
Nasscrrcgulatoren, welche stets mit der Windleitung in Verbindung
ebracht werden, billig, dauerhaft und gut wirkend, folglich zweck-
näßig und unserer nähern Bekanntschaft werth sind.
Fig. 29 Tab. III. zeigt uns einen solchen Wasserregulator
>n Durchschnitte, wo » und I» die Windleitung vorstellen. Er be«
leht in der Hauptfache aus zwei Theilen, nämlich aus einer auf-
rchtstehenden Tonne c mit doppelten cylindrischen Scilcnwänden
c< und 6<^, und einer umgestürzten Tonne c, welche sich in dem
ingförmigcn, mit Wasser gefüllten Raume zwischen den beiden cy«
indrischen Scitenwänken der aufrecht stehenden Tonne frei bewe-
en kann. Mit der untern oder aufrecht stehenden Tonne, und
war mit dem mittlern, cylindrischen Raume derselben, ist die Wind-
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Titel
- Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
- Untertitel
- in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Autor
- Peter Tunner
- Verlag
- C. Tanzer'schen Schriften
- Ort
- Graz
- Datum
- 1846
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.09 x 19.47 cm
- Seiten
- 540
- Schlagwörter
- Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen