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derung der Wlndpressung ebenfalls nahe gleichzeitig erforderlich wird,
so mache man die bewegliche Tonne ziemlich groß, damit auch ohne
das Spiel derselben eine leidliche Windausgleichung Statt findet;
ferner beschwere man die bewegliche Tonne mit einer solchen Last,
daß sie ungefähr bei 12 bis 15 Zoll Wassersaule, der gewöhnlichen
schwächer« Windpressung, zu spielen anfängt; weitcrs hänge man
in der halben Spielhöhe der Tonne ein Paar glcichvcrtheilte Ve>
schwerplatten auf, durch deren Mitnahme beim Aufsteigen der Tonne
die Pressung beiläufig auf 24 Zoll Wassersäule, der gewöhnlichen
stärkern Pressung, steigt; und endlich bringe man querüber einen
festen Aalten in solcher Höhe an, daß beim Anstoßen der beweg-
lichen Tonne an diesen der Höhenunterschied in den Wasserspiegeln
m und o der äußern Tone noch bei 40 Zoll betragen kann. Vei
einer solchen Einrichtung des Regulators kann der Arbeiter jede
gewünschte Windpressung, ganz in der Art wie bei den hölzernen
Bälgen, durch die Schühenstangc des Gebläscrades zu Stande brin-
gen, ohne auf sonst Etwas Rücksicht ;u nehmen, und zugleich wird
die Bewegung des Gebläses die geringste Wasscrmenge in Anspruch
nehmen. Sind hingegen mehrere Feuer von ein und demselben
Gebläse mit Wind zu versorgen, von denen bald das eine bald
das andere die höchste oder niedrigste Blindpressung erhalten soll,
so muß man den Regulator Ein für allemal mit jener Belastung
verschen, die der größten Windpressung entspricht, und es genügt
dabei, dem Regulatorspiel eine solche Größe zu geben, daß sie
wenigstens dem halben Inhalte des Gebläsrcylinders gleich kommt;
bestehet das Gebläse aus mehreren Cylindern, so reicht diese Ne<
gulatorgröße um so besser aus; übrigens wird aber für jeden Fall
die Ausgleichung um so vollkommener seyn, je größer der Negu»
lator ist, je weniger seine Bewegung betragen muß, um eine be,
stimmte Windmmgc aufzunehmen oder abzugeben. Hierbei wird
nothwendig jedes Feuer den Wind mit derjenigen Pressung erhal-
ten, die der Beschwerung des Regulators entspricht, so lange die
Communicationscffnung bei der Windsperrungsvorrichtung, die sich
vor jeder Düse befinden muß, nicht kleiner ist als die Tüsenöff-
nunz selbst; wird diese Communicationsöffnung aber kleiner als
die Düscnöffnung, dann wird zwar hinter der Windsperre noch die
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Titel
- Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
- Untertitel
- in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Autor
- Peter Tunner
- Verlag
- C. Tanzer'schen Schriften
- Ort
- Graz
- Datum
- 1846
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.09 x 19.47 cm
- Seiten
- 540
- Schlagwörter
- Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen