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qnemllchkciten mit sich in Veziehung der bei jedem einzelnen Herde
wiinschcnswerthen Räumlichkeit für Kohlen, Roheisen, Zuschläge,
Arbeitszeug und fertige Waare. Wir wollen deßhalb diese gemein-
schaftlichen Essen, die bci kleinen Schmicdfeuern ganz zweckmäßig
seyn mögen, hier nicht weiter in Vctracht ziehen, bemerken jedoch
ausdrücklich, daß sich die Verhältnisse gan; anders gestalten, wenn
man den Herd nicht unmittelbar unter der Esse selbst anbringt.
ß. 7v In neuerer Zeit, zu Maria «Zell aber schon seit
mehr als 20 Jahren bestehend, hat man angefangen, die Herde
außerhalb der Essen anzubringen, indem man erstere durch Feuer^
mäntcl mit den letztern verbindet. Diese Verbindung hat den Vor-
theil, daß der frei stehende Herd von jeder Seite beliebig zugänglich,
überhaupt jede Aenderung und Anordnung getroffen werden kann,
chne von der Esse dabei beirrt zu werden; auch kann man hierbei
mit einer einfachen Esse recht gut zwei Herde versehen. Seit man
angefangen hat, die Ueberhitze bei den Frisch- und Ausheiz-Feueril
zur Erwärmung der Gebläseluft, wie zur Veheizung von Flamm-
ofen anzuwenden, ist die Trennung der Herde von den Essen um
so wichtiger geworden, und hat deßhalb auf allen bessern Hammer-
werken, die ln letzterer Zeit errichtet worden sind, Eingang gcfun»
den. Man kann hierbei nicht bloß dem Herde jede beliebige Gestalt
und Lage ertheilen, sondern die nöthige Verbindung zwischen Herd
und Esse bietet zugleich die bequemste Gelegenheit, dem Flamm-
ofen oder Vorglühherd, wie selbe gewöhnlich benannt werden,
und dem Raum zur Erhitzung der Luft jene Gestalt und Lage zu
geben, die den beabsichtigten Zwecken am besten entspricht, was bei
denjenigen Herden, welche sich unmittelbar in der Esse befinden,
wegen des Essengemäuers oft viele Anstände macht. Die Anlage
der Vcrglühherde ist bei jedem Frisch- und Ausheizfcuer von sol-
cher Wichtigkeit, daß selbe bei keinem gut eingerichteten Werke un»
terlassen werden darf, und wir wollen deßhalb bci der Vetrachtung
der Essen und Herde, welche derselben entbehren, nicht länger ver-
weilen.
H. 7>. Die erste nothwendige Bedingung bei einer vollkom-
menen Anlage von Vorglühhcrdcn ist, daß die Große der Arbeits-
öffnung das streng erforderliche Maß nicht überschreite, damit dcr
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Titel
- Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
- Untertitel
- in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Autor
- Peter Tunner
- Verlag
- C. Tanzer'schen Schriften
- Ort
- Graz
- Datum
- 1846
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.09 x 19.47 cm
- Seiten
- 540
- Schlagwörter
- Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen