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selben dienen hingegen die Thüren l! ll, welche nach der Seile der
Walzenhütte gewandt sind, während die Eßbank » nach dem Frisch-
Hammer gekehrt ist. Tas Acußcrc des Mauerwerkes wird durch
Einfaffungsplattcn gehalten, wie am besten in dem Längen- und
Qucrdurchschnitte Fig. 6 und Fig. 7 zu ersehen ist. T>er Oberbau
mit der Esse wird durch die Säulen 8, 3 getragen, um dem Gan-
zen ein gefälliges Ansehen zu geben.
Die Figuren 8 bis 10 stellen ein Frischfeuer mit zwei hinter
einander angebrachten Glühherden dar, wie selbe auf dem Eisen-
werke zu Neubruck bei Tcheibbs zu sehen sind. Der Raum v, ge-
rade gegenüber dem Frischfeuer gelegen, kann zur Aufstellung eines
Lufterhitzungsapparates benützt werden, was indessen nicht sehr zweck-
mäßig ist, keine bedeutende Erhitzung gewahrt, und der Hitzkraft
für die Glühherde U und 6 Abbruch thun muß. a stellt die Eß-
bank, und t» eine Fallthüre vor, durch welche die Arbeitsöffnung
leicht erniedrigt werden kann, wenn man der ganzen Höhe derselben
nicht bedarf. Diese Fallthüre ist absichtlich so gestellt, daß sie nicht
genau an den Rahmen schließt, in welchem sie sich bewegt, damit
die theilweise herausgedrängte Flamme sich hinter derselben in die
Höhe begibt. Die Bewegung dieser Platte geschieht durch das ein-
fache Zugwerk o Fig. 10. Das Eßcisen befindet sich bei ä Fig. 9.
Die Glühherte sind mit den Fallthüren e, l versehen, und haben
die bei Vlcchglühofen übliche Gestalt. Aus dem hintern Glühherde
(! zieht die Flamme durch die kleine Esse 15 Fig. 8 in die große
Esse I''. Zur Regulirung der Hitze in den Glühheiden ist an der
Esscmnündung 15 eine Schubplatte ß angebracht, welche für gewöhn-
lich so gestellt sey» muß, daß die Flamme bei den Arbeitsthüren
« und l, wenn diese geöffnet werden, theilweise herausgedrängt wird,
mithin die äußere kalte Luft nicht hincindringcn tan». Der Raum
ll wird während des Ausheizprozesses zum Vorglühe» der Flossen
benützt, und wenn die Entwicklung der Flamme aus dem Frisch-
herte, wie z. V. beim Ausbrcchen des Dachels, auf kurze Zeit un-
terbrochen wird', bringt man etliche Holzschciter an diese Stelle,
wodurch eine zu starke Abkühlung in den Glühherden vermieden
wird. Vei der Blechfabrication wird der stärker erhitzte Raum N
zum Glühen der Vlechstammen, und der Flammeln oder Stürze,
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Titel
- Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
- Untertitel
- in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Autor
- Peter Tunner
- Verlag
- C. Tanzer'schen Schriften
- Ort
- Graz
- Datum
- 1846
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.09 x 19.47 cm
- Seiten
- 540
- Schlagwörter
- Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen