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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 256 -
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Seite - 256 - in Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg

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— 256 — ES bleiben somit nur die Hinter- und di« Windseite für das Mauerwerk übrig, und diese erhalten eine halbrunde Gestalt, wie Fig. 3 Tab. III weiset. Sie sind beide nach aufwärts gelehnt, so zwar, daß sie unter einem Winkel von 80 bis 85 Grad stehen. Besonders nothwendig ist diese Erweiterung der Herdgrube auf der Windseite, weil von dort aus das erste Lüften des auszubrechenden Schmelzgules geschieht; zugleich kann dem Nachtheile einer unnö- thigen Größe der Herdgrube auf dieser Seite am leichtesten durch das feste Einstampfen nasser Lösche entgegengearbeitet werden. Auf der Windseite erreicht dieses Mauerwerk mit der halben Breite un- fähr bloß die Höhe der Eßbank, auf der Wolfseite dagegen wird dasselbe 2 bis 3 Fuß über die Ebene der Eßbank aufgeführt, und dieser vorragende Theil wird die Wolfmauer genannt. Die Bestimmung der Wolfmauer ist das Zusammenhalten der aufge- schütteten Kohlen. Zu dem Ende braucht sie aber nicht über 1^ bis 2 Fuß hoch, und nur wenig oder gar nicht nach rückwärts ge- lehnt zu seyn; allein für den Arbeiter ist es bequem, wenn sie hö- her und start gelehnt ist, damit er mit Einmal ein größeres Quan- tum Kohlen aufgeben, und dann um so länger von dieser Arbeit befreit bleiben kann. T>ie Arbeiter selbst geben freilich nicht diesen Grund für die größere Weite und Höhe der Wolfmauer an, son- dern sagen meist, daß selbe nöthig sey, um für den öfters sehr un- gestalteten Flossenbrocken den nöthigen Raum zu gewinnen, und um die auf diesen Flossenbrocken aufgesetzten Zuschläge gehörig er- hitzen zu können, bevor selbe einschmclzen; der Sachkundige sieht das Unhaltbare dieses Grundes jedoch leicht ein. Damit tic tcm Feuer zugekehrte freie Ecke der Wolfmauer bei dem Einsetzen der Flossen und den andern Arbeiten mit Stangen und Zangen nicht so leicht abgestoßen werden kann, wird selbe mit einer Eisenschienc, siehe Fig. 2 und Fig. 3, verwahrt, die an ihren Enden abgebogen, und mit den abgebogenen Theilen im Mauerwert befestiget ist. Die gewöhnliche Größe einer gemauerten Feucrgrube in der Höhe des Eßeisens gemessen, beträgt 30 bis 34 Zoll Länge, und die Weite meist 27 bis 30 Zoll; die Tiefe vom obern Rande des Abbrandcs, worauf die Fonn liegt, bis zum Boden schwankt von 12 bis 18 Zoll. Die Oberfläche der Gßbant liegt um l bis 3
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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