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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 257 -
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— 25? — Zoll höher, als der Rand des Formabbrandes. Dieses ist aber nicht die wahre Größe der eigentlichen Feuergrube, welche vom Schmelz« gute aufgefüllt wird; denn diese wird bci dem jedesmaligen begin- nen der Arbeit erst aus feuchter Lösche in einer halbkugelförmigen Gestalt, in verschiedener, aber stets bedeutend kleinerer Größe her- gestellt, als die gemauerte Grube beträgt, indem die Wendungen und der Boden der letzter« nur als Behälter für die aus Lösche gebildete Grube dienen. Während des Prozesses wird ein Theil der Lösche verbrannt, und dadurch die von Lösche gebildete Grube tiefer und weiter werden müssen, daher sie anfangs immer kleiner ange- fertigt werden muß, als die für das Schmelzgut beabsichtigte Größe erheischt; letztere soll ebenfalls stets noch kleiner als die gemauerte Grube seyn, damit man beim Ausbrechcn des Schmelzgutcs aus dem Feuer, und bei dessen Bearbeitung unter dem Hammer, keine besonderen Schwierigkeiten findet. Je mehr die zur Grubenbildung bestimmte Lösche mit Wasser begossen wird, und je fester man sie in der Grube zusammenschlägt, desto weniger wird das Feuer davon verzehren, und darin liegt folglich das Mittel, die Gestalt des Schmelz- gutes zu regulircn, woranf wir bei Beschreibung der Arbeit selbst wieder zurückkommen werden. In früherer Zeit wurde die Eßbank bei diesen Frischfeuern aus einem bei 3 Zoll dicken und 15 Zoll breiten Brett hergestellt, das an der Vegranzung mit der Herdgrube einen Beschlag von Eisen- blech erhielt, siehe L Fig. 2 und Fig. 3, Tab. Hl , um vor dem Verbrennen geschützt zu seun, was an dieser Stelle am ersten ein- treten könnte, obschon die obere Fläche derselben immer durch die feuchte Lösche des sogenannten Löschtranzes (womit das Feuer auf der Arbeitscite über der Eßbant zusammengehalten wird) bedeckt, und daher vor dein Verbrennen geschützt ist. Gegenwärtig verwen- det man zur Eßbant meist eine Gußeisenplatte, wie in II Fig. 5, die jedenfalls dauerhafter ist und fester aufliegt. Bei den hölzer- nen Oßbänken pflegt man am »ordern Rande einen Eisenstab zu befestigen, an welchem sich mehrere Eiscnhäckchen von verschiedener Länge befinden; sie dienen zum Festhalten der verschiedenen Zan- gen, welche von der Arbeitseite aus in das Feuer eingehalten wer- den. Vei den gußeisernen Eßbanken werden diese Häckchen durch
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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