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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
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— 260 - leuchtend, daß eine gemauerte Hcrdgrube jedenfalls schon bei ihrer Aufführung größer, besonders breiter gemacht, mithin mehr Gele- genheit zum Kehlvcrbranle gelassen werden muß. Ucberdies erwei- tert sich eine gemauerte Herdgrube im Gebrauche viel schneller als eine mit Platten ausgesetzte, und nur zu oft sieht man auf unsern Hämmern, wie aus einer übel angebrachten Oetonomic die Rcpa^ ratur der ausgebrannten Fcuermauern möglichst lang hinausgescho- ben wird. Wir sehen aus den!, was im vorhergehenden §. über die Di- mensionen der gemauerten stcirischen Frischherde angegeben wurde, und im Folgenden über die Größe der mit Eisenplattcn ausgesetz- ten Herde, namentlich bei der Schwallarbeit angeführt ist, daß bei gleicher Große des Schmclzgutcs letztere kaum zwei Drittel der in- nern Hcrdgrubenweite von erster» erhalten; und bei der schnellen Erweiterung der gemauerten Herde muß sich dieses Verhältniß noch mehr zum Vortheile der eisernen gestalten. Wir werden ferner bei den Angaben der Frischarbeit Resultate kennen lcrnc», daß die Arbeit in ten gemauerten Herden einen viel größern Kchlaufwand mit sich führt, als jene bei den mit Eisenplatten ausgeätzten Schwall- feuern, wovon der Grund zwar nicht bloß in dem Unterschiede des zur Herdgrube verwendeten Materials liegt, wohl aber hat dieser ebenfalls seinen Antheil daran. Was endlich die mehr entsprechende runde Gestalt der gemauerten Hcrdgruben anbelangt, kann und hat man diese bei den eisernen Gruben gleichfalls in Anwendung ge- bracht, allein sich überzeugt, daß der Unterschied kaum bemerkbar ist, weßhalb man die eckige, leichter herzustellende Gestalt im All- gemeinen vorzieht. H. 7tt. Die Eisenplatten, womit die Frischherde ausgesetzt werden, sind 2 bis 3 Zoll dick, und heißen in Steiermavt und Oesterreich Abbränder, in Krain und Kärntcn werden sie Stei- ne oder Feuerplatten genannt, und in Vöhmcn und Mähren, so wie in Norddeutschland überhaupt, führen sie den Namen Za- cken. Ihre nähere Bezeichnung erhalten sie nach der Feucrseite, auf welche sie zu liegen kommen, wie z. V. Wolfatbrand, Hinter- stein oder Hinlcrzacken jene Platte bezeichnet, die auf der Hinter- seite aufgestellt wird u. s. w. Wird zum Voden der Hcrdgnibe
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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