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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 261 -
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— 261 — gleichfalls eine Gisenplatte verwendet, so erhält diese den Namen Boden, Feuerboden oder Frischboden. Tie vier Seitenab« bränder erhalten aber in der Regel nicht immer eine gleiche Höhe, das ist die Höhe des Formabbrandes, auf welchen das Eßeisen zu liegen kommt; allein auf den Rand des Sintcrabbrandes oder des Sinterblcches kommt sodann noch die wenigstens 2 Zoll dicke, eiserne Gßbank, auf den Windzacken ebenfalls eine dicke Eiscnplatte, die Gichtplatte, und auf den Wolfabbrand wird entweder gleichfalls eine dicke Platte in horizontaler Lage bis an den Nand darauf gelegt, oder in lothrechter Lage darauf gestellt, oder aber eine Wolfmauer dahinter aufgeführt. Gefußt werden die Abbränder entweder direct im Herdgnmde, oder sie kommen unmittelbar auf den eisernen oder steinernen Frischbcden zu stehen. Vci der deutschen Frischarbeit wird der Frischboden gewöhnlich kleiner gemacht, als der Länge und Breite der Herdgrube entspricht, damit man ihn nach Belieben höher oder tiefer legen kann; bei unsern übrigen Frischmctheden ist er aber meistens viel größer. Der Sinterabbrand ist von außen nach der Größe der Sintergrube frei stehend, die drei übrigen Abbränder sind in der Regel von außen durch das Mauerwert der Esse und des Herdes umfangen. Vci einigen Frischarbciten ist ausnahmsweise gar kein Sinterzacken vorhanden, aus Gründen, die später einleuch- ten werden. Die Stellung und Lage der Abbränder und des Bodens wird, so wie die Lage des Eßeiscns verschieden abgeändert, je nach der ge- wählten Frischmethode, und bei ein und demselben Frischverfahren wieder nach Beschaffenheit des zu verfrischenden Noheisens, worüber wir im Verlauf unserer Betrachtungen das Nähere erfahren werden. Im Allgemeinen erhält der Frischbodcn eine horizontale Lage; der Formabbrand steht meist lothrecht, oder ist etwas in den Herd ge- neigt; das Sinterblcch ist stets sehr stark aus dem Herd geneigt; auch der Wolfabbrand hat fast immer eine Neigung aus dem Herde, in den Herd niemals; und der Windabbrand endlich ist gleichfalls am öftesten aus dem Herde geneigt, bisweilen aber senkrecht stehend, und ausnahmsweise wohl auch in den Herd geneigt. Daraus ergibt sich, daß die Frischherde im Allgemeinen nach aufwärts weiter und länger werden, aus Gründen, die schon bei den gemauerten Herd»
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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