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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 265 -
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— 265 — erreicht mau aber die Abhaltung der Grundfeuchtigkcit dadurch, daß man unter der steinernen oder eisernen Grundplatte einen hühlcn Naum ausmauert, dessen Grundfläche mindestens eben so groß ist, als dcr Vodcn des Frischhertcs, und von dieser Höhlung aus eineil Ganal über der Hüttensohle münden läßt, durch welchen die Erd- dämpfe entweichen können. Vei dem in Fig. 4, Tab. Hl , abgebilde- ten Stahlfemr ist diese Einrichtung mit puuctirten Linicn angedeu- tet. Man hat hierbei oft die Frage aufgeworfen, was zweckmäßiger sey, «ine steinerne oder eiserne Grundplatte, indem erstere zwar die Herdwärme besser zurückhalte, aber mehr dem Springe» ausgesetzt stu. Aus dieser Nrsachc findet man öfters, daß zu unterst eine Eisen» und darüber noch eine Steinplatte gelegt wird. Zweckmäßige« als dies dünkt uns jedoch die bei den kärntnerischen Stahlfcuern sehr übliche Anwendung eines gußeisernen Kastens, dessen 2 bis 3 Zoll hoher Naum mit trcckner, grober Asche ausgefüllt, und dessen Deckel ebenfalls 2 bis 3 Zoll dick ist. Vei jenen Frischmethoden, wie bei den verschiedenen Abände- rungen dcr deutschen Frischmethodc, wo das eingeschmolzcne Eise» oder wenigstens die Schlacke in unmittelbare Vcrührung mit dem festen Herdboden kommt, und mit der Brechstange oft zu wieder« holten Male» aufgcbrccheu werden muß, besteht der Voden beinahe immcr aus einer Eiscnplattc, die, wie wir bereits wissen, der Frisch- bcdcn genannt wird. Hierbei kommt es wesentlich darauf an, daß der Frischbcdcn in dcr entsprechenden Temperatur erhalten werden könne. Zu dem Ende wird derselbe in sciner mittlern Fläche, wo er am meisten erhitzt wird, mithin am ersten angegriffen wcrdcn könnte, hohl gelegt, und diese Höhlung mit einer oder zwei Röhren nach außen communicirend hergestellt. Im Falle nun ein« zu starke Erhitzung des Frischbodens eintritt, wird zur Abkühlung durch be- sagte Röhren Wasser eingcgosscn, oder was für den Voden wegen des möglichen Springens durch die plötzliche Abkühlung »veniger ge- fährlich ist, kalte Gebläseluft eingeleitet, welche letztere bei der zwei- ten Röhre etwas erwärmt wieder entweicht, während das Wasser in Dampfgcsialt allmahlig durch die Eingußröhre selbst wieder ent- weichen kann. In Fig. 15, Tab. IV, ist diese Kühlvorrichtung des Flischbodens gezeichnet, während für gewöhnlich bei den deutschen
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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