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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 269 -
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Seite - 269 - in Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg

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— 269 - ligen, ,zu welchem Ende man ihm die Dimensionen desselben an- geben muß. Man gibt dem Eßeisen entweder die Gestalt, wie auf Tab. IV, Fig. 19, wo » die vordere, Ii die hintere und c eine Sei- tenansicht darstellt, oder wie Fig. 20 mit gleichen Ansichten. Es ist ziemlich gleichgültig, welche dieser beiden Gestalten man wählt; auch ist nicht nothwendig mit der einen eine runde, mit der an- dern eine halbrunde Mündung verbunden. Die Länge der Form darf nicht unter 12, und soll nicht über 18 Zoll betragen, damit sie gehörig befestiget werden kann, und kein unncthigcs Gewicht bekommt; 15 Zoll ist eine sehr passende Länge. Das hintere weite Ende erhält eine Breite von 9 bis 12 Zoll, und eine Höhe von 6 bis 9 Zoll; die Gestalt und Größe der Formmündung wird nur beiläufig in der gewünschten Figur und etwas kleiner bestellt. Die Di,ke im Kupfer beträgt am hintern Ende etwa V^ Linie, am vor- dern dagegen 3 bis 4 Linie». Das Gewicht eines neuen Eßcisens beträgt 12 bis 18 Pfund, wovon das Pfund gewöhnlich zu 50 Kreu- zer C. M. berechnet wird. Es ist wesentlich, daß zu den Formen ein gutes zähes Kupfer verwendet wird, in welcher Vezichung man sich auf die Bezugsquelle verlassen können muß, weil sich die Sprö- tigkeit erst beim Abrichten zeigt. Die Gestalt der Formmündung, des Auges, ist am öftesten halbrund, bisweilen kreisrund, mitunter oval oder ein längliches Nechteck bildend. Obschon die Figur des Formaugcs nicht ganz gleichgültig ist, darf man ihr doch nicht jene Wichtigkeit zutrauen, welche ihr tieHammermcistcr beizulegen pftegen. Es tritt in dieser Beziehung etwas Aehnliches ein, wie bei der Nindzuführung durch Eine oder zwei Düsen, wovon im vorhergehenden §. die Rede war. Auch hier hebt die regellose Zerstreuung des Windstromeö durch die verschieden verrollenden Kohlenstücke jede» deutlichen Unterschied auf, und die Arbeit bildet die Hauptsache. Iudcssen ganz chne Werth dürfte die alte Negel stcirischcr Hammerschmiede nicht seyn, daß die Höhe des Fonnauges im Verhältnisse des Einftusscö auf den Frisch- prozeß mehr auf einen größer« Kohlenverbrand wirket, als die V^eite desselben; namentlich mag dieses beim Verfrischeu des weißen Roh- eisens seine Nichtigkeit haben, welches nur einmal nietergeschmolzen wird, und wobei der Frischprozeß zum größern Theil unter dem Eß-
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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