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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 270 -
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— 270 — eisen Statt findet. Eine andere derlei Hammerschmiedregel ist, daß die Gßeiscn mit ebenem Herde auch im Frischherde nnehr eben ar- beiten, als die gewölbten; dabei muß bemerkt werden, daß man Mter dem Herde oder Blatte des Esieisens die untere Seite des- selben, wo die Düsen aufliegen, versteht. Vcide diese Regeln füh- lt^, auf ein breites niederes Auge, folglich auf eine rechteckige Ge- staltf ^d« lveil man die scharfen Ecken gerne vermeidet, auf «ine halbrunde Figur, der man mehr Areile als Höhe ertheilt, wie dies in der That die vorwaltcndste Gestalt des Auges ist. Ungleich wichtiger als die Gestalt der Formmün7ung ist die Größe derselben, weil bei einer bestimmten Spannung des Windes, nebst der Düsengröße, hierdurch die eingeführte Windincnge bedingt wird. Am häufigsten wird die Fläche des Formaugcs gleich jener der Düsenmündung gemacht, mithin bei ^ oder "/^ölligen Düsen, mit 180 oder 260 Quadratlinien hergestellt. Durch den Gebrauch erweitert sich die Formmüntung aber sehr bald, weßhalb man im Allgemeine» sagen muß, daß dieselbe in der Regel etwas größer als die Mündung der Düse ist. Das Formauge kleiner zu machen als die Düscnöffnung, wäre in den meisten Fällen eine Vergeudung der Wind- oder Gebläse-Kraft, und ist nur dann allenfalls zu ent' schuldigen, wenn man für kurze Zeit, etwa bei Verarbeitung eines geringen Quantums weicherer Flossen, oder bei Erzeugung von Stahl statt Eisen eine geringere Windmenge braucht, und für diese beschränkte Zeit an der Düse nichts ändern will. Der nöthigen Ab» kühlung wegen wird man wchl nie veranlaßt seyn, das Formauge kleiner als die Düscnmündung zu machen, weil selbst bei dem ge< ringsten Abstände zwischen Form« und Düsen-Mündung von unge» fähr drei Zoll, der aus letzterer kommende Windstrahl sich schon hinlänglich erweitert bat, bis selber zum Formauge gelangt. Im Gegentheil bei dem meist 4V« Ks 5'/, Zoll betragenden Rücklicgen der Düsen kann die Formmündung etwas größer als die der Düse seyn, wie dies «ft wirtlich der Fall ist. I.ebst Gestalt und Größe der Formmündung kommt noch die Richtung derselben gegen den Herd oder das Alatt der Form zu berücksichtigen. Im einfachsten, normalen Zustande ist die Stellung des Fonliaugeö eine solche, laß nach Figur 2l der Wintel »!>l-,
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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