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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 280 -
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— 280 — Bei den Versuchen in kangenwang mit ;w»i einander gegen« über liegenden Eßeisen hat man zuerst die Länge des Frischherdes von 28 auf 40 Zoll vermehrt, die Breite desselben hingegen mit 19 Zoll belassen. Vci dieser Herdstellung geschah es aber einigemal, daß der Dachel unter dem Hammer in der Mitte auseinander fiel, zum Veweis, daß die Hitze von einer Form zur andern nicht hin- reichend war, das Schmelzgut in der Mitte zu einer ganzen Masse zusammen zu schmelzen. Man ist dann durch Versuche allmählig auf 30 Zoll Herdlänge herabgekommen, was bei einförmigen Schwall- Herden gleichfalls die üblichste Lange bildet, zugleich aber hat man die Vreite des Herdes um etliche Zoll vermehrt, weil sonst das Ausbrechen des Dachels beschwerlich war. Wegen des Dachelaus» brechens mußte ferner eine der beiden Formen beweglich seyn, und doch wieder jedes Mal leicht und fest in die bestimmte Lage ge- bracht werden können. Man erreichte ties einfach dadurch, daß die bewegliche Form von gewöhnlicher Gestalt mit einem genau passen- den gußeisernen Mantel, oder gleichsam mit einer gußeisernen Form umgeben war, die in der bestimmten Lage fest eingemauert, nur bis zum Rande des Fcrmabbrandcs reichte, beim Ausbrechen des Dachels felglich nickt hinderlich seyn konnte. Vor dem Ausbrechen des Dachels wurde die bewegliche Form von hinten herausgezogen, und nach Entfernung derselben der gußeiserne Mantel ncthigenfalls gereinigt, und die Form mit einem dünnen Thonbrei überzogen, sofort wieder fest eingesteckt. Vei diesen Frischversuchen, die über Ein Jahr fortgesetzt wurden, war zugleich ter Ausheizprczeß vom Frischprozesse getrennt, was die Ursache des um etliche Prozent grö- ßern Eisenverbrandes gewesen seyn mag; der Kohlenverbrauch war etwas kleiner geworden, und die Qualität des erhaltenen Stabeisens fiel in Weichheit und Gleichförmigkeit bedeutend besser gegen früher aus. Der Unternehmer dieser Versuche, Herr Meser, war damals Pächter des genannten Hammerwerkes, und die nächste Veranlassung für diese Windführung war sonder Zweifel das Streben nach einer großem Erzeugung; allein tie Erfolge waren von solcher Art, daß diese Methode wohl verdient der Aufmerksamkeit unserer Eisenhütten- männcr empfohlen zu werden, besonders dann, wenn die weitere Bcarbeil»»g der Frischstücke in eigene» Herden oder Oefen und mic
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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