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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
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— 29l — Gin schwacher Wind sollte an und für sich nur einen Noh- qang verursachen, weil der Wind auf der einen und die gaaren Zuschlage auf der andern Seite die einzigen Mittel sind, wodurch das Frischen (Gaaren oder Verkochen) des Roheisens bewirkt wird; je weniger demnach von diesen Mitteln angewandt wird, desto we» niger oder langsamer sollte das Gaarwerden erfolgen. Allein bei einem schwachen Winde schmilzt das Roheisen langsamer ein, und dadurch wird dcn gaarcn Zuschlägen mehr Zeit zu ihrer gaarenden Wirkung gelassen. Uebcrdies wird bci der durch den schwachen Wind verminderten Hitze das cingcschmolzenc Gut näher vor der Form sich lagern, und dadurch die Wirkung des zwar schwachen Windstr«« mes dennoch mehr erfahren können, als es bei einem stärker» Wind» in größerer Entfernung des Fall wäre. Es wird mit andern Wo» tcn ein kalter Gang bezweckt, der in diesem Falle das Gaaren bc» fördert. Durch ein großes Fonnauge wird mehr, aber weniger gepreßte kuft in den Herd geleitet. Die Menge des Windes trägt zum Gaaren bei, ohne daß bei dem schwachen Luftstrom die Hitze gesteigert und das Schmelzgut von der Formmündung zu sehr entfernt wird, wie das der Fall seyn müßte, wenn dieselbe Windmcnge in einem mehr gepreßten Zustande eingeführt würde. Durch das Zurückziehen der Düse wird der aus dem Eßcisen strömende Wind geschwächt; es muß dieses Mittel folglich wie ein schwacher Wind das Gaaren befördern. Es wäre aber, wie leicht einzusehen, sehr unrichtig, wollte man weiter folgern, daß vermöge dcr Beförderung des Gaarganges durch einen schwachen Wind hier- bei der Frischvrozeß rascher vor sich gehen müßte; denn der dies- fällige Gaargang wird ja nur dadurch erreicht, daß das Einschmel- zen des Roheisens, und somit dcr ganze Prozeß verzögert wird. Hat man von einem Nicdcrweichen des Zcrrcnn° oder Frischbodens nichts mehr zu besorgen, so wird der Frischprozeß durch einen verstiuA ten Wind in vollem Maße befördert. „,,, ,,.,,^„ ^ , „ ,^ ,5 Ein vermindertes Ileberliegen der Form kann uurlpenlg,^» einem Gaargang beilragen, nämlich nur in so fern, als durch das Näherrücken des Schmelzraumes zur Formwand, eine Abkühlung in denselben, und dadurch ein kälterer Gang bezweckt wird. Weil
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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