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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 309 -
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- 309 — ihn bei der Arbeit selbst immer nach Wunsch zu reguliren, zu er- höhen oder zu erniedrigen im Stande ist. Vci einem normalen Gange der Arbeit soll sich der Schwall- bcdcn von der Oberfläche nieder auf 1 bis 2 Zcll tief erweichen. Man kann diesen Zustand im erwünschten Falle dadurch genau ermitteln, daß man nach ausgebrochenem Dachet mit dem Sinter- spieß «or der Form niederstoßt, bis man den fest gebliebenen Theil des Vodens fühlt; der herausgezogene Sinterspicß wird sich in die- sem Falle bei 2 Zoll hoch mit Schlacke belegt zeigen. Wird der Schwallboden zu sehr erniedrigt, zu sehr aufgelöst, was in dec Negel einen Rohgang und für jeden Fall ein verzi« gertes Frischen zur Folge hat; so kann man nach ausgestochenem Dachet duich ein starkes Wässern (siehe §. 83), und beim Beginn der unmittelbar darauf folgenden Frischung vorerst durch einen schwachen Wind, hauptsächlich aber durch öfttres Aufgeben reicher Slockweich, mit vorausgclasscnem theilwcisen Abstechen des aufge- lösten Schwallbodcns sich behelfen. Zeigt sich dieser Uebelstand beim letzten Dachet vor dem Feierabend, so soll ,der Frischherd nach Entfernung des Dachels bis auf den Schwallboden nieder geräumt werden, wobei man aber bedacht seyn muß, daß mit der Kohlenlösche nicht zugleich der obere flüssige Theil des Tchwallbodcns selbst mit aus» gefaßt wird; hierauf bringt man so viel Gaarschlacke oder Stockweich in den Herd, bis die gewünschte Höhe des Schwallbcdcns wieder erreicht ist, und zur bessern Verbindung der nachgetragenen Stücke mit dem alten Schwallboden ebnet und drückt man mit der Schau- fel dle ersteren in den erweichten Theil der letzteren hinein. Ein öfteres Räumen des Herdes bis auf den Schwallboden ist überhaupt zu empfehlen, und soll, wenn Tag und Nacht ohne Unterbrechung fortgearbeitet wird, beim Wechsel der Arbeiter nicht unte, bleiben, weil dadurch eine reinlichere, nicht schlackige Arbeit, und somit ein kleinerer Cisenuerlust bezweckt wird. Aber nach jedem Dachet dt« Held zu räumen, wäre eine unbelohnte Mühe, ein unnothiger Zeit- verlust; nur im Falle eines wesentlichen Gebrechens, wenn z. N. ein Theil des Schwallbodens mit dem Dachet ausgebrochen wird, oder Eisen am Schwallboden zurückgeblieben ist, soll der Herd auch während der Schicht ein und desselben Arbeiters ausgeräunt wer»
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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